Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Sonntag, 24. August 2008

ANNO 1404 - Die Ankündigung

„Vor langer Zeit glaubten die Menschen, die Welt sei eine Scheibe, bis sich einige furchtlose Seemänner und Händler auf eine Erkundungsreise machten.“ Das hat schon was von Asterix und Obelix, die sich auf den Weg nach Amerika machten. Auch zum alten Columbus sind hier Parallelen zu entdecken. Aber das sind die ersten Worte des Trailers eines taufrisch angekündigten Spiels, und zwar von ANNO 1404. Am Mittwoch, am Pressetag der Games Convention 2008, präsentierten die Entwickler erste (bewegte) Bilder des neuen Inselabenteuers, in dem man nicht etwa Amerika entdecken soll, nein, sondern den Orient.

Berichten zufolge nähert man sich orientalischen Völkern über den Handel an. Sukzessive baut man dann das Handelsaufkommen aus, um später mit Aufgaben von ihnen betraut zu werden. Je höher man bei den Wüstenbewohnern im Kurs steht, desto mehr Gebäude bieten sie einem. So kann man Stück für Stück eine eigene Stadt mit Wüstenflair errichten.

Obwohl ANNO 1404 laut golem.de eine komplett neue Grafik-Engine spendiert werden soll, erinnern die ersten Screenshots stark an den Vorgänger ANNO 1701, gerade wenn man die Menschen in den Gassen oder die Häuserstruktur betrachtet. Furchtlose Seemänner und Händler sollen im März kommenden Jahres in See stechen können.

Quelle: golem.de

Montag, 18. August 2008

Der Untergang Roms

Wenn Sie heute einen Rentner fragen, warum es früher besser war, wird er Ihnen antworten, dass damals mehr Seriosität den Alltag beherrschte. Sie werden sich auch anhören müssen, dass gerade an dieser Spaßgesellschaft das römische Reich zugrunde ging. Aber nur Nachteile kann das doch auch nicht haben. Oder?
Schlagen wir den Bogen zu Computerspielen: Die Nostalgiker unter Ihnen holen jetzt bitte Age of Empires 1 und Anno 1602 aus dem Regal. Einmal kurz den Staub von der Hülle pusten...fertig? Wunderbar. Wenn Sie nun die beiden Teile kurz anspielen, drängen sich Ihnen bestimmt einige Fragen auf. Etwa die Frage, warum alles so ernst scheint. Wo verstecken sich denn die lockeren Dialoge, die den KI-Gegnern ein Gesicht geben? Und überhaupt: Warum haben die Gegner nicht einmal ein Gesicht? Klar, es wird von einem dunklen Weinrot oder einem lästigen Pfläumchenblau kaschiert. Die finstere Steinzeit ist geprägt von Kämpfen mit der Keule. Allein einige Cheats bringen etwas Heiterkeit ins Spiel, allerdings sind die schon wieder zu skurril. Denn wer will mit einer Proll-Karre Keulenkämpfer abschießen?
Wesentlich moderner dagegen ist der neueste Teil der Age of Empires-Serie. Dort wird sich mit der Machete ein Weg durch den Wald der Seriosität geschlagen. Dieser Wald wird sogar regelrecht abgeholzt. Denn hier sind allein schon die Farben deutlich heller und freundlicher. Dennoch bewahrt das Spiel ein gewisses Maß an Ernst. Die Einheiten und Gebäude sehen nicht etwa wie Spielzeuge aus oder wirken kindlich – ein eindeutiger Fortschritt.
Zum Spiel für die Insel: Anno 1602 ist vielleicht der einstige König unter den Aufbauspielen, doch der ist längst entthront, und zwar von Anno 1701. Wo zuvor wieder namenlose Computer-Reiche die Inseln besiedelt haben, winseln jetzt sympathische Kontrahenten um Gnade, wenn sie wieder einmal wegen Ihres unablässigen Feuers unter der Knute stehen – oder Sie werden von ihnen in die Knie gezwungen. Die Farbpalette ist selbstverständlich auch hier um ein ganzes Stück reicher geworden. Alles wirkt drolliger, vielleicht sogar kindgerechter. Trotzdem kommen auch alteingesessene Strategen auf ihre Kosten.
Auch andere Plattformen nutzen diesen Trend der lockeren Atmosphäre in Spielen. Viele Leute mögen halt lieber etwas Leichtes für gelegentlichen Instant-Spaß als harte Strategie, bei der unter drei Stunden Spielzeit nichts läuft. Paradebeispiel ist Nintendos Wii. Wer die knuffigen Miis länger als zwei Stunden sieht, wie sie Golfbälle auf dem virtuellen Rasen hin- und her-, oder ihren Gegenüber beim Boxen verdreschen, dreht am Rad, keine Frage. Sie sind eher schnelle Lückenfüller zwischen der Arbeit und dem Sport. Wer um 6 Uhr abends heimkommt und eine Stunde später mit Tennisschläger und Sportschuhen auf dem Platz steht, fährt vermutlich lieber ein flottes Rennen gegen Mario, als dass er in stundenlanger Kleinarbeit winzige Reiche großzieht und ganze Weltmeere erobert.
Zugegeben sind solche Spiele wie Mario Galaxy oder Wii Sports nette Möglichkeiten des Zeitvertreibs, aber möchte man deswegen auf Strategie-Platzhirsche wie Rome verzichten? Die kleinen, meist kurzen, wenig komplexen Spiele für transportable Konsolen sind ein Sinnbild für die Hatz-Gesellschaft, die es immerzu eilig hat. Eventuell werden sie traditionelle Computerspiele in den Tod treiben. Also geht auch hier wieder ein römisches Reich an der Spaßgesellschaft zugrunde – wenngleich es nur ein virtuelles Rom ist. Vielleicht stößt das der Spieleindustrie irgendwann einmal sauer auf. Dann können Sie dem Rentner von vorhin einen Arm auf die Schulter legen und sagen: „Ja, früher war es seriös, aber besser...“

Montag, 11. August 2008

Kraniche

Mal etwas locker leichter Unsinn zum Anfang der Woche: Es ist klar wie Kloßbrühe, dass die Piepmätze dort oben auf dem Baugerät Kraniche sein müssen...

Sonntag, 3. August 2008

Coldplay - Viva la Vida


Wenn man das Cover von dem neusten Album von Coldplay so sieht, denkt man, es sei eine Klassik- oder Opern-CD, denn das Bild "La Liberté Guidant Le Peuple", ein berühmtes Bild aus dem Louvre, leitet fast schon dazu. Doch der hastig geschriebene Schriftzug auf dem Bild "Viva la Vida" lässt das Cover schon wieder rebellisch wirken, was gar nicht zu Klassik oder auch Oper passt. Es muss also klassisch sein und auch ein wenig rebellisch...

Clásico is Fantástico (Klassik ist fantastisch)
Und genauso ist es auch. Wer jetzt denkt, mit "Klassisch" mein ich, alte Menschen, die irgendwas singen, das sowieso niemand versteht, liegt falsch. Als ich dieses Album zum ersten Mal gehört habe, dachte ich: "Wow, so muss Musik sein!" Denn dieses aus 10 Liedern bestehende Album hinterlässt einen so wunderschönen Eindruck, dass man gar nicht mehr aufhören will, dieses Album zu hören. Kein Witz.

Viva la música (Lang lebe die Musik)
Das Lied "Viva la Vida", klingt sehr harmonisch und auch sehr ausdrucksstark.
Wenn man den ersten Satz hört: "I used to rule the World", also: "Ich benutzte es, um die Welt zu regieren" oder: "I used to roll the Dice", also: "Ich benutzte es, um den Würfel zu werfen", lässt das Gefühl aufkommen, dass diese Leutchen ein wenig Größenwahnsinnig bei dem Aufnahmen waren. Doch wenn man sich das 1Live-Interview mal durchliest, sagt Chris Martin, der Frontsänger der Band, dass der Titel "Viva la Vida" eine Art Witz sei. Trotz alledem, das Lied ist besonders, denn durch das Spiel mit der Geige passt alles so gut zusammen, dass man es sich tausendmal anhören könnte und es wäre immer noch besonders.

Amigo are Siempre (Freunde sind für Immer)
Das letzte Lied "Death and all his Friends" ist ebenfalls was Besonderes. Diese Musik ist einfach nur Wahnsinn. Solch ein schönes Lied, einfach nur fantastisch. Das Besondere? Es knüpft an dem ersten Lied "Life in Technicolor" an. Denn am Ende von
"Death and all his Friends" ertönt die gleiche Musik, wie bei "Life in Technicolor", nur mit Gesang. Wahnsinn!

Conclusion (Fazit)
Es tut mir Leid liebe Leser, dass ich so viel Lob über dieses Album verbreite. Zu Recht!
Es ist eines der besten Alben, die ich jemals gehört habe. Eine harmonische Musik, bei der man sich einfach gut fühlt! Für dieses Album gibt es 5 von 5 Sternen!