Sonntag, 29. Juni 2008
Freitag, 20. Juni 2008
Dumm, dümmer, Werbung
Es dürfte hinreichend bekannt sein, dass Werbespots – ausgenommen der Autowerbung – zumeist eher kognitiv suboptimierte Menschen ansprechen, da sie manipulierend, niveaulos, stupide, einfältig und/oder obszön sind. Rein grammatikalisch können sich all diese Eigenschaften sowohl auf die angesprochenen Menschen als auch auf die Werbespots beziehen. Machen Sie's, wie es Ihnen beliebt – inhaltlich passt beides. Seit sich das Internet in der Gesellschaft als Informationsquelle, Kommunikationsweg und Vermarktungsebene etabliert hat, gibt es auch immer häufiger diese generierten Werbeanzeigen. Gerade die Kontaktplattform MySpace ist da ganz großer Vorreiter in Sachen nerviger Werbefenster. Sie ist mit einem cleveren System ausgestattet, das die Profile nach Informationen, eher noch nach einzelnen Stichworten durchforstet. Je nach Inhalten der Profile, wird dann eine vermeintlich passende Werbeanzeige rausgesucht und quer über die ganze Seite gekleistert. Ich beispielsweise habe bei meinem Wohnort „Südlich von Hamburg und nördlich von München“ eingetragen. Nun bekomme ich immer herrliche Flüge in die beiden hübschen Landeshauptstädte angeboten. Was wäre denn, wenn ich wirklich meinen Wohnort angäbe? Kriege ich dann das Angebot, mit der Economy Class der Lufthansa von Berlin bis Bottrop zu fliegen? Was soll ich denn da, wenn ich dort schon wohne? Besser finde ich da schon das verlockende Angebot, mir einige Karten für das Jazz-Fäst der Ärzte zu sichern. Der Haken an der Sache war nur, dass die Konzerte schon alle ausverkauft waren. Da darf ich mich doch zu Recht fragen, woher die Leute von MySpace oder Google – oder woher die Werbung auch immer kommen mag – die Karten herbekommen. Ich habe mir die kommerziellen Ideen also gar nicht mehr weiter angeschaut. Wahrscheinlich wären die Konzertkarten dann für den Auftritt der besten Band der Welt in Hamburg gewesen. Einen Flug hätte ich dann immerhin schon einmal.
Bei allem Respekt: Das hat doch nun wirklich nichts mit innovativer und dynamischer Werbung zu tun. Nah am Kunden wäre die Werbung, die mir die Tankstellen in meiner Umgebung mit den niedrigsten Spritpreisen zeigt oder den aktuellen Füllstand des Kühlschranks erkennt, analysiert und nach meinem durchschnittlich kalkulierten Verbrauch von Joghurt anzeigt, wo ich ihn am günstigsten einkaufen kann. Ein bisschen absurd vielleicht, das gebe ich zu, aber mal drüber nachdenken, liebe Werbeindustrie.
Bei allem Respekt: Das hat doch nun wirklich nichts mit innovativer und dynamischer Werbung zu tun. Nah am Kunden wäre die Werbung, die mir die Tankstellen in meiner Umgebung mit den niedrigsten Spritpreisen zeigt oder den aktuellen Füllstand des Kühlschranks erkennt, analysiert und nach meinem durchschnittlich kalkulierten Verbrauch von Joghurt anzeigt, wo ich ihn am günstigsten einkaufen kann. Ein bisschen absurd vielleicht, das gebe ich zu, aber mal drüber nachdenken, liebe Werbeindustrie.
Donnerstag, 19. Juni 2008
Deutschlandtastisch!
Ist es denn zu fassen?
Deutschland ist im Halbfinale!!
Spätestens jetzt hab ich kein Argument mehr, dass Deutschland den EM-Titel nicht holen kann.
Deutschland ist im Halbfinale!!
Spätestens jetzt hab ich kein Argument mehr, dass Deutschland den EM-Titel nicht holen kann.
Montag, 9. Juni 2008
50 Euro für ein Surikat
Bei Günther Jauchs „Wer wird Millionär?“ könnte es nach der Sommerpause folgende Frage geben: Wer arbeitet mit Surikaten? A: Radiologe B: Zoologe C: Meteorologe D: Geologe Die richtige Antwort auf diese Frage wäre B, da Surikate nichts anderes als Erdmännchen sind. Wie ich darauf komme? Alles fing mit einem Besuch im Dortmunder Zoo Anfang dieses Jahres an. Mich hat es schon immer gewundert, dass es dort keine Elefanten gibt, viele Gehege sehr eng sind oder einfach nicht den Eindruck einer Landschaft erwecken. Wenn man dann die Gelsenkirchener Zoom-Erlebniswelt im Kontrast dazu sieht, klafft der Unterschied noch gewaltiger. Außerdem wurde ich damals auf ein Schild aufmerksam, das an dem Nashornhaus angebracht war, auf dem der spendende Pate für eins der dauerhaft dösenden Viecher stand. Ergo habe ich einen Blick auf die Homepage des Dortmunder Zoos geworfen, wo man unter anderem Informationen über eine Patenschaft eines der Tiere bekommt. So kann man etwa für 50 Euro jährlich dem Zoo das Futter für ein Erdmännchen finanzieren und sie bei der Erweiterung der Anlage unterstützen. Als Spender darf man dann jedes Jahr am zweiten Samstag im November an einer kostenlosen Führung an allen Gehegen vorbei teilnehmen. Die reizt mich herzlich wenig, allerdings darf man sich offenbar auch an einem Seminar beteiligen, das einem sämtliche Pläne der Erweiterung des Zoos darlegt. Darüber darf man dann abstimmen, um schlussendlich zu wissen, wofür sein sauer verdientes Geld verpulvert wird. Diese Idee ist es, die es mir angetan hat, sodass ich derzeit ernsthaft überlege, so einem Surikat Futter zu finanzieren. Natürlich kann man auch für diverse andere Tiere eine Patenschaft übernehmen wie etwa Eulen, Schafe, Ziegen, Zebras, Krokodile, Kamele oder Löwen. Letztere freilich sind aufgrund ihrer Größe, vielleicht auch Gefräßigkeit etwas kostspieliger. Da sollte man dann schon bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen haben. Aber Sie wissen ja jetzt immerhin schon eine Antwort.
Dienstag, 3. Juni 2008
Anonyme Annoholiker
Dass es anscheinend jede Menge Leute gibt, die offenkundig zu viel Zeit haben und dann versuchen, diese im Internet totzuschlagen, ist zur Genüge bekannt – bestes Beispiel sind wir. Aber es gibt nicht nur diejenigen, die Texte schreiben, sondern auch Leute, die Quatsch-Videos drehen. Beispielsweise bauen Leute ganze Schlangen aus Büchern in Computerspielen, um den Domino-Day zu simulieren. Eine ganze schöne spielerische Leistung. Aber so viele Städte wir schon in Spielen gebaut und wieder zerstört, so viele Monster wir schon auf die Bretter geschickt, so viele Fertigkeiten wir schon verbessert und so viele Inseln wir schon erkundet haben, stellt doch dieser junge Mann alles bisher Gehabte in den Schatten, indem er eine komplette Insel in dem Aufbauspiel-Epos ANNO 1701 zubaut. Kein Zentimeter auf der Insel ist mehr unbebaut, alle Lücken penibel gestopft. Zig Partnerinseln sind besiedelt worden zwecks Rohstoffbeschaffung und Unterhaltszahlung für die Bürger. Somit gibt es natürlich auch etliche Handelsrouten. Das erfordert mindestens einige Dutzend Spielstunden. Aber man hat ja Zeit satt...
