Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Donnerstag, 15. Mai 2008

Killerspielmeinung in Comicform

"Das ist Horst!", so fängt der im Löwenzahnstil erzählte Comic namens "Killerspiele" an.
In diesem Comic wird über das Problem der Killerspiele berichtet und warum die Kritik daran so hoch ist. Anhand vieler kleiner Bilder wird das Problem deutlich gemacht.


Horst, der hier genannte Politiker

Als hier genannter Politiker ist der Name Horst benutzt worden, es wird auch gesagt, dass dieser Politiker genauso gut Uwe (Schünemann) oder Helmut (Kohl) heißen könnte.

Als Täter wird hier Klaus genannt. Er läuft hier im Comic Amok. Grund dafür: Soziale Probleme, genauso wie bei den bekannten Amokläufen auch.


Klaus, der Amokläufer
Den Link zu diesen Comic gibt es hier. Eine in Comic und Löwenzahnstil verfasste Meinung eines Mannes, die uns alle anspricht. Auch die, die sich nicht mit dem Thema Killerspiele auseinander setzen wollen. Warum? Seht selbst.

Montag, 12. Mai 2008

Weg mit dem Dreck!

Mit dem Müllabfuhrsimulator 2008 dürfen wir einen neuen König über die Spiele, die niemand braucht, krönen. Er ist der legitime Nachfolger in der Blödelspiele-Monarchie und beerbt somit den legendären Pizza Commander. Wir haben das Spiel in der Demoversion gespielt und berichten nun von unseren monotonen Einsätzen in mickrigen Vorstädten.

Unternehmensgründung
Allein der Titel des Spiels ist pure Ironie. Welcher Spieler denkt sich: „Oh, ein Müll-Spiel, ist bestimmt toll.“ Aber jedes Programm hat ein Anrecht darauf, getestet zu werden. Also haben wir es auf die Festplatte gepackt und gestartet. Wider erwarten dürfen wir in relativ übersichtlichen Menüs unser Unternehmen gründen. Unsere erste Amtshandlung besteht darin, einen Kredit aufzunehmen. Natürlich handeln wir nach dem Motto „Klotzen statt Kleckern“ und besorgen uns gleich 10000 Euro – der höchste Kredit. Mal ehrlich: Welches Müllauto bekommt man für 10000 Euro? Aber gut, wir lassen uns davon nicht beirren und stellen Alex, Bruno und Manne ein, drei ambitionierte Müllmänner. Unser Müllwagen muss umlackiert werden, da wir eine andere Unternehmensfarbe haben als der Vorbesitzer. Nun weisen wir unser Kleinod und die drei Burschen in den Dienstplan ein und schon kann es losgehen.















In den doch recht übersichtlichen Menüs verwalten wir alles.

Unser erster und letzter Auftrag
Unter dem Reiter „Aufträge“ stehen alle selbigen, die von offenbar anonymen Auftraggebern stammen. Jemand Bestimmtes ist nicht aufgeführt. Es wird kurz geladen, schon stehen wir in der Vorstadt I: Bauwiesen. Schräger Name, schräge Gegend. Hier sehen die Häuser aus, als wären sie in Paint gemalt worden, auch die Bodentexturen sind der reinste Matsch. Vor allem die Vorgärten erinnern eher an Schlemmerfilet als an alles andere. Zum Glück ist die Steuerung da recht eingängig und auch ohne Bedienungsanleitung finden wir schnell alle wichtigen Tasten. Allerdings wird das auch wieder dadurch relativiert, dass man kaum Tasten braucht. Man macht de facto nichts, außer Mülltonnen und -säcke einzusammeln. Da retten auch die unterschiedlichen Aufträge nichts mehr – mal sammelt man Recycling-Müll ein, mal darf man Biomüll zerstampfen –, zumal sich alle Müllarten gleich spielen.















In der verpixelten Stadt sammeln die Angestellten Tonnen ein.

Realismus? Fehlanzeige!
Jedenfalls fährt man durch die Gegend und hält dann an den Mülltonnen, stellt den Motor ab, wechselt den Müllmann, steigt ab, holt die Tonne, leert sie aus, schiebt sie zurück. Das wiederholt man dann noch zehn weitere Male und bekommt seine rund 100 Euro dafür. Recht mau, aber es geht noch enttäuschender: Wir können wie die letzte Wildsau über die Straßen ballern, das interessiert niemanden, bis wir über Rot fahren, was uns 50 Euro Strafe kostet, oder einen Fußgänger umfahren, dann wird der Auftrag abgebrochen. Ein Schadensmodell gibt’s natürlich nicht. In Autos können wir reinfahren, bis wir irgendwo in der Motorhaube schlagartig stehen bleiben. Wenn wir rausfahren, geht’s munter weiter. Die Straßenordnungen sind also vorhanden, freilich nur sehr rudimentär. Überdies können wir auch noch saftig zahlen, wenn wir dampfenden Müll mitnehmen. Das ist nämlich radioaktiver Müll – in einer Wohnsiedlung... Sehr frustrierend und wenig realistisch. Den Titel „Simulator“ zieht man hier ein weiteres Mal durch den Dreck, und zwar mit einem Spiel für den Müll. Lassen Sie besser das Müllauto im Fuhrpark und kaufen Sie sich lieber 15 Überraschungseier. Die bekommt man nämlich auch für 15 Euro, die der als Simulator verkannte Schmutz kostet, und somit eine absolute Frechheit ist. Kurzum: Ein herber Faustschlag ins Gesicht des zahlenden Spielers.















Furchtbar ärmlich sieht der Fuhrpark des Unternehmens aus.

Freitag, 9. Mai 2008

Gefressen in Essen...

...wurde beinahe ein Kaninchen. Wovon? Ne, nicht von einem Gast eines China-Restaurants. Von dem wäre es mit Sicherheit gegessen worden. Der Nager entkam nur knapp einer Schlange. In Essen? Richtig. Aus unerfindlichen Gründen trieb das Vieh auf einem Parkplatz in Essen sein Unwesen. Anscheinend hat es jemand freigelassen, zumal es aus einem Zoo nie und nimmer ausgebrochen sein kann, es gibt in Essen ja noch nicht einmal einen Zoo. Jedenfalls hatte sich die im Nachhinein als Asiatische Schönnatter bestimmte Schlange unter einer Garage versteckt. Man versuchte das Biest mit Wasser aus seinem Versteck zu spülen – vergebens, es war zu hartnäckig. Heute Vormittag wurde die Garage mittels Kran angehoben und aus dem kalten Nass hoppelte unser eingangs genannte pelzige Freund. Den anderen Schlingel erwartete man mit Stangen und Fangnetzen, war also auf Gegenwehr eingestellt. Aber offenkundig hatte die Schlange keine Lust auf ein Kämpfchen und ergab sich freiwillig. Die kleine Hammer-Meldung relativierte man recht zügig, indem mitgeteilt wurde, dass es sich um keine Giftschlange handele. Schließlich wurde die Schönnatter in den Essener Grugapark geschafft, wo sie einstweilen bleiben wird. Vielleicht gibt’s da dann auch mal ein Kaninchen.

Samstag, 3. Mai 2008

Da krieg ich 'nen Koller

Am gestrigen Freitagabend fand natürlich wieder das Freitagabendspiel in der Fußballbundesliga statt, und zwar zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Nürnberg - womit auch schon alle Vorkommnisse innerhalb der 90 Minuten Spielzeit dargelegt wären. Viel interessanter als das Spiel an sich war die Wiederkehr des größten Spielers der Clubberer, nämlich Jan Kollers. Er spielte fünf Jahre lang für den BVB, gewann eine Meisterschaft mit Dortmund, lief aber gestern Abend im Trikot der Nürnberger auf. Kein Grund, ihn nicht herzlich zu empfangen. Schon beim Aufwärmen empfing man den Dino, wie er liebevoll genannt wird, mit altbekannten "Jan-Koller"-Rufen. Zunächst staunte er nicht schlecht und klatschte den Fans zu.
Nach dem Spiel allerdings schnappte er sich ein schwarz-gelbes Trikot und lief zur Südtribüne. Sichtliche gerührt bedankte er sich bei seinen Fans und machte mit ihnen die Welle, begleitet von lauten Sprechchören. Erst danach ging er zu den Nürnberger "Fans" und klatschte ihnen zu. Diese allerdings fanden den kurzen Ausflug zur gelben Wand nicht gerade adäquat und pfiffen ihn gnadenlos aus, warfen Feuerzeuge und Bierbecher aufs Spielfeld und turnten wild auf den Zäunen herum. Einige zeigten ihm sogar den Mittelfinger. Eine solche Undankbarkeit habe ich noch nie gesehen. Ohne den tschechischen Riesen, der gestern einmal auf der Linie rettete und in der vierten Minute beinahe zum 1:0 für den Club getroffen hat, wäre man in Nürnberg gar nicht mehr mit dem Abstieg beschäftigt - man wäre schon sicher abgestiegen. Glücklicherweise hielt ein Zaun die Nürnberger im Zaum...