Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Sonntag, 30. März 2008

In Dänemark essen sie Menschen















Wer bis jetzt die Chinesen für Geschmacksexzentriker hielt, nur weil sie dort Hunde essen, muss umdenken. Denn wenn man dieses Foto hier sieht, kann man sich in Dänemark nicht mehr sicher fühlen...

Mittwoch, 19. März 2008

Der Tod auf der Autobahn

Am gestrigen Dienstag hat Bundesverkehrsminister Tiefensee eine neue Kampagne gegen die Raserei auf deutschen Autobahnen gestartet. Wo bis vor kurzem Sarah Kuttner und Philipp Lahm auf Plakaten bewiesen, wie uncool und vernunftresistent Raser sind, hängen heute exorbitante Todesanzeigen, auf denen zynische Sprüche stehen wie etwa: "Jan und Lisa. Zu schnell in die Kurve." Eine drastische Maßnahme, die sich allerdings gewiss effektiver zeigen wird als die herkömmlichen Methoden, Bleifüße auszubremsen. Weiterhin wird in Kinos und im Fernsehen ein makabrer Spot gezeigt, in dem das Wonhzimmer einer typischen Durchschnittsfamilie gezeigt wird: Niemand ist zu Hause, da alle zusammen auf einem Ausflug mit dem Auto sind. Anscheinend weiß nicht jeder der Verwandten davon, denn das Telefon klingelt. Ergo schaltet sich der Anrufbeantworter ein und stellt sich höflich vor. Von der einen Sekunde auf die nächste schlägt diese friedliche, behutsame Stimmung um in sichtbare Gewalt. Das eingerahmte Foto, das während der eben beschriebenen Situation, auf dem Tisch stehend, gezeigt wird, fliegt wie ein Autofahrer bei einer Vollbremsung nach vorne, wobei das Glas springt. Die Botschaft wird also sofort klar.

Zwar nennen einige diesen Spot ein "Schock-Video", wer die kürzlich bei uns erwähnte Seite Insanctus hingegen gesehen hat, den lässt das Video eher kalt. Einen Klick ist es jedoch definitiv wert, denn Berichte wie dieser sollen irgendwann auf ein Minimum schrumpfen.

Sonntag, 16. März 2008

Wir kosten 80 Dollar

Was glauben Sie, wieviel das Kuriositätenkabinett wer ist? Ein paar Nüsse vielleicht? Dachten wir auch zuerst, bis wir auf diese Seite stießen. Damit lässt sich der Wert einer jeden Internetseite ausrechnen - zumindest Pi mal Daumen. Und wenn man dort unsere Adresse eingibt, werden einem etwa 80 Dollar angezeigt. Ich frage mich nur, woher diese 80 Dollar kommen. Was ist so teuer an unserer Seite? Unsere Artikel? Vielleicht, also haben wir doch etwas, auf das wir stolz sein können. Unsere einjährige Arbeit trägt endlich Früchte. War also doch nicht alles umsonst? Nun, wenn man dann den Wert von Google berechnen lässt, kommt man auf rund 66 Millionen Dollar. Das relativiert wiederum unseren "Erfolg". Belassen wir es bei der Handvoll Nüsse.

Samstag, 8. März 2008

Der endlose Kaffee

Am Freitagnachmittag, den 7. März 2008, stolpert der einst so sichere Computerexperte Niklas Bellendorf. Er ist mit seinem Latein am Ende. Die Geschichte mit dem Netzteil hat ihn in etwa so sehr mitgenommen wie die verheerende Niederlage bei Cannae die Römer. Wie kann man einen so elementaren Fehler begehen und erst nach einem halben Jahr darauf kommen, dass das Netzteil kaputt sein kann? Ein halbes Jahr, in dem er etliche Stunden gegrübelt hat, gefühlte 50 Kilo Staub eingeatmet hat und sich partout keinen Reim auf all das machen konnte.

Daher bestellt er kurzerhand das bequiet 450W und einen Gehäuselüfter bei DriveCity. Dann muss er warten, wie er glaubt, also gönnt er sich einen Kaffee. Blitzschnelle 20 Stunden später, am Samstagmorgen, trifft der ganze Zinnober bei ihm ein. Noch völlig verwundert über die immens kurze Lieferzeit macht er sich mit einem weiteren Kaffee an das Einbauen des Netzteils. Drei Tassen Kaffee später läuft alles, allerdings muss Windows noch einmal neu installiert werden, um alles bestens aufeinander abzustimmen und die Spuren der nicht enden wollenden Abstürze der letzten Tage zu beseitigen. Weitere drei Tassen des koffeeinhaltigen Getränks später stimmt alles. Ein halbes Jahr, einen Nachmittag, einen Bundesligaspieltag zur Ablenkung und einen mit Koffeein geschundenen Körper hat die ganze Aktion gefordert. Freilich hat es sich gelohnt. Und bekanntlich können Experten stolpern, fallen jedoch nie tief.

Mittwoch, 5. März 2008

Jubel, Trubel, Heiterkeit bei Wikipedia

Gucken Sie doch einmal bei Wikipedia nach dem 5. März. Was steht denn da so alles? Und wo? Nehmen wir erst einmal die Kategorie Politik und Weltgeschehen. Da steht zum Beispiel, dass der römische Kaiser Julian heute vor 1645 Jahren von Antiochia zum Feldzug gegen die Sassaniden aufbrach. Wem das zu lange her ist, der sucht weiter. Wo? Bei Wissenschaft und Technik. Vor 72 Jahren hatte der Prototyp des einsitzigen Abfangjägers Supermarine Spitfire seinen Erstflug. Was sagt uns das jetzt? Nicht viel. Schauen Sie doch einmal, was heute vor genau einem Jahr passierte. Wo? Unter Kultur. Ach richtig, das zwölfte Album des englischen Musikers Bryan Ferry mit dem Titel Dylanesque erschien. Was? Augenwischerei! Aus mir unerfindlichen Gründen steht anstatt der Gründung des Kuriositätenkabinetts am 5. März 2007 - heute vor einem Jahr - der Release des zwölften Albums von Bryan Ferry. Na, dann schreiben Sie doch noch dieses Ereignis dazu. Wo? Nach Möglichkeit nicht unter Katastrophen...