Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen
wie sind Sie heute in Ihren Tag gestartet? Haben Sie in Ruhe gefrühstückt und dabei Ihre Tageszeitung gelesen? Oder haben Sie Ihr Frühstück hektisch heruntergeschlungen und dabei wild im Internet bei MSN, Yahoo, T-Online und Konsorten oberflächliche Nachrichten in aller Eile überflogen? Dann gehören Sie auch zu den Internetnutzern. Dann folgen auch Sie dem traurigen Trend.
Aber zuerst möchte ich mein Anliegen darlegen. Heutzutage ist es gang und gäbe, statt zur Zeitung zu greifen, einen flüchtigen Blick ins Internet zu werfen, um an Nachrichten zu kommen. Daraus resultiert: Niedrigere Auflagenzahlen werden verzeichnet. Ergo gehen kleinere Zeitungen kaputt, große Verlage ziehen mehr Redaktionen unter ihrem Namen zusammen – die sogenannte Pressekonzentration –, ja sogar eine Vereinheitlichung der Meinung könnte stattfinden. Eine Informationsfreiheitseinschränkung wird einsetzen – sofern Sie sich nicht ändern. Nehmen wir den Axel-Springer-Verlag als Beispiel. Er hat eine marktbeherrschende Position. Und das ist erst der Anfang. Er hatte 2006 etwa einen Anteil von 22,5% der Tageszeitungen. Danach kam erst mit vergleichsweise winzigen 5,6% die Verlagsgruppe WAZ. Ein Unterschied von stolzen 16,9%. Das schreit doch nach sinkender Konkurrenz. Hieraus folgt wieder die eventuell einsetzende Meinungsmacht.
Fahren Sie in Gedanken in den Urlaub. Da sitzen Sie im Auto, klappen Ihr Laptop auf und schalten das Internet an. Verschachtelte Seiten sind mit endlosen Pop-ups, gesäumt von grauenhaften Werbeanzeigen, ein wahrer Dorn im Auge bei der Nachrichtenbeschaffung. Kann man da nicht einfach die Süddeutsche aufschlagen? Kommen Sie nun aus den Gedanken wieder, um sich fragen zu lassen: Was machen Sie morgen früh beim Frühstück?



