Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Dienstag, 29. Januar 2008

Ironie des Schicksals ...

Was ist das Beste, wenn ein Lehrer ausfällt?

... Garnichts, man bekommt nur mehr Aufgaben von irgendeinem anderen Lehrer.
Und genauso war es auch bei uns.

Unser Englischlehrer ist "leider" momentan krank und das Einzige, was wir bekommen, sind unzählige Aufgaben von anderen Lehrern, die uns gefälligst mal etwas mehr Freizeit lassen könnten.

Und wer jetzt mit dem Spruch: "Man lernt nie aus" kommt, der kommt auf meine Rote Liste...

Freitag, 25. Januar 2008

Umzug

Schauen Sie einmal ein Stück weiter nach oben in Ihre Adressleiste. Was steht da? Richtig: kuriositaetenkabinett.org steht da geschrieben. Wir sind nämlich umgezogen. Wir haben in mühevoller Kleinarbeit mit viel Fummelei eine Domain bei 1&1 eingerichtet. Sehen Sie uns das momentane Layout und die Fehler am gestrigen Tage nach. Wir sind eben Laien und mussten alles getreu dem Motto "Probieren geht über Studieren" einrichten. Das altbekannte Design wird in den nächsten Tagen kommen. Ebenso wird Fridolin Frosch seinen Platz im Glas an der rechten Seite im Bild wiederbekommen und auch die anderen Navigationsleisten bauen wir hier erneut ein. Noch ist alles nicht so ganz final aber immerhin erscheinen unsere Texte hier wieder - und wir haben eine neue Adresse. Ist ja auch was.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Mysterium

23. Januar 2008: Eine merkwürdige Stille liegt über dem Kuriositätenkabinett. Sogar die Insekten spüren, dass etwas passiert. Nein, hier ruft nicht der Rüssel und auch die Dickhäuter warten nicht aufs Weitergehen...

Samstag, 19. Januar 2008

Woohoo!

Ich wollte nur mal so erwähnen, dass ich in der Zeitung gelandet bin.
In der Dorstener Zeitung.
Das Thema war Kopfnoten und ich war einer der Glücklichen, der das Interview führen und mit auf das Foto durfte (Der Super-Typ ganz links). Hier könnt ihr es lesen.

Aber warum ich Sebastian Endris heiße, ist mir unerklärlich...

Mittwoch, 16. Januar 2008

Erna und Herbert werden 60

Von einem Jubiläum erwartet man gemeinhin etwas prunkvoll Pompöses. Nehmen wir an, der 60. Geburtstag von Tante Erna oder von Onkel Herbert steht an. Sie laden zu Kartoffelsalat und Bier in engstem Familienkreis ein und kaschieren den Anlass zum Feiern somit geschickt. Die Familie nölt und mault verschwiegen. Bei einem runden Geburtstag - dazu noch der 60. - hätte man doch ein Sechs-Gänge-Menü im piekfeinen Restaurant erwartet, bei dem Kalbszunge mit Dillnote aufgetischt wird, nachdem Sekt zur Begrüßung kredenzt wurde. Zu einem gelungenen Jubiläum sollte der Jubilar doch klotzen statt kleckern, glaubt zumindest die Familie von Erna und Herbert. Zugegeben ist dieses Beispiel eher fiktiver Natur. Schauen wir also auf ein Jubiläum, das erst kürzlich stattfand und zudem auch eine recht große Priorität hat. Das Heute Journal wurde am 2. Januar dieses Jahres 30 Jahre alt. Neben den schönsten Pannen aus etwa 9000 Sendungen des Heute Journals gibt es auf der Homepage der Nachrichtensendung Handyklingeltöne von Marietta Slomka, Claus Kleber und dem bekennenden Handy-Hasser Wolf von Lojewski. Da können dann die Familienmitglieder von Erna und Herbert nur mit der Zunge schnalzen, wenn sie aber unsere Seite regelmäßig lesen, dürften sie nun wieder zu maulen anfangen, denn wir begnügen uns mit diesem inhaltsleeren Posting als unser hundertstes.

Montag, 14. Januar 2008

Insanctus

Da momentan die meisten Besucher unserer Seite gelangweilte Internetnutzer sind, die bei Google ziellos suchen und per Zufall hier landen, gehe ich davon aus, dass auch Sie gerade nichts Besseres zu tun haben, als unsere Texte zu lesen. Dann sollten Sie gleich im Anschluss an das Lesen dieses Artikels auf der Seite Insanctus.de vorbeischauen. Das ist eine Homepage, die von Sanitätern für Autofahrer konzipiert wurde. Die zart Besaiteten unter Ihnen sollten sich vielleicht eine Familienpackung Taschentücher auf den Schreibtisch legen, denn der Inhalt jener Seite ist nicht gerade ohne. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Ansammlung von Videos, die sich auf Youtube.com tummeln und das Thema Unfälle beim Autofahren behandeln. Beispielsweise fährt in einem Video ein Vater mit seinem Sohn zum Fußballplatz. Er heizt mit 130 Sachen über eine Landstraße und wird folglich von der Polizei angehalten, um ein Knöllchen zu kassieren. Das zu erwartende Meckern des Autofahrers geht dem Polizisten ins eine Ohr und gleich darauf durch das andere wieder hinaus. Klar, die sind das gewohnt. Wütend fährt er weiter zum Bolzen. Dort verliert zu allem Überfluss auch noch sein Sohn. Zurück im Auto beklagt der Vater, dass das kein guter Tag für sie war, betrachte man doch den Strafzettel und die Niederlage des Sohnes beim Fußball. Genau in diesem Moment treffen sie auf das Stauende, wo der oben erwähnte Polizist den ankommenden Verkehr umleitet, weil dort ein Auto komplett zerrissen wurde. Verletzte stöhnen auf den Liegen, auf denen sie in die Krankenwagen geliefert werden. Als der Vater dann einen Blick auf den Strafzettel wirft, wird ihm dann ganz anders...

Darüber hinaus wird etwa in dem Intro die letzte Sekunde im Leben eines Autofahrers in Schrift dargelegt, bevor er vor einen Baum am Fahrbahnrand prallt. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es das erste Intro einer Homepage ist, das ich nicht unverzüglich wegklicke, obschon es etwa zwei Minuten dauert. Es lohnt sich definitiv, einen Blick auf diese Seite zu werfen, zumal Sie ja ohnehin im Moment nichts anderes zu tun haben.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Bärenhunger

Im vergangenen November trug es sich wohl zu. Da fraß die Eisbärendame des Nürnberger Zoos namens Vilma zwei ihrer Jungen auf. Zunächst deuteten die Wärter die dadurch entstandene Stille positiv. Man glaubte schlichtweg, die Jungen seien gut umsorgt gewesen. Auffällig nervöses Verhalten von Seiten des Eisbären war den Pflegern dann suspekt, worauf eine vorsorgliche Untersuchung des Stalls durchgeführt wurde – erfolglos. Sicher würde man jenes Verhalten als kaltblütiges Handeln ansehen, allerdings muss man beachten, dass Raubtiere, wie Eisbären es nun einmal sind, ihre Jungtiere auffressen, falls diese nicht imstande sind, allein und ohne Hilfe der Eltern in der Natur zu überleben, wie Tiergartendirektor Doktor Dag Encke erklärt.


Eine nicht anders zu erwartende Reaktion ging von dem Deutschen Tierschutzbund aus, der die Leitung des Nürnberger Zoos beschuldigt, ihre Fürsorgepflicht verletzt zu haben. Sie sprachen von „verantwortungslosem Verhalten“. Weiterhin fordert man dort, die Eisbärenzucht möglichst schnell auslaufen zu lassen, betrachtet man doch die im Vergleich zur Natur winzigen Gehege, seien sie noch so groß. Dass das Verhalten des Auffressens nur natürlich ist und die Eisbären selbst ihre Jungen als Mahlzeit nicht verschmähen, wenn diese denn nicht aus eigener Kraft in der Natur überleben können, will man beim Deutschen Tierschutzbund anscheinend nicht wissen.


Aufgrund der Zwischenfälle im Eisbärengehege holte man das Junge einer anderen Eisbärendame in weiser Voraussicht aus dem Gehege, zumal diese sich merkwürdig verhielt. Sie schleppte es auf und ab, ließ es aus dem Maul mehrmals zu Boden fallen und schleckte es ab. Auch dies ist dem Deutschen Tierschutzbund nicht recht. Es sei ebenfalls verantwortungslos, Nachzucht zu betreiben, wenn die Zukunft des Nachwuchses noch im Ungewissen liegt. Man hätte den Eingriff natürlich auch unterlassen können und das Junge dem gleichen Schicksal ausliefern können, wie es der Nachwuchs von Vilma erleben musste. Jedoch hätte der Tierschutzbund auch da eine Möglichkeit gesehen, Kritik anzusetzen.


Die scharfe Kritik von Seiten des Deutschen Tierschutzbundes lässt sich nicht zuletzt mit bereits durchlebten Schattenseiten des Nürnberger Zoos hinsichtlich der Eisbärenzucht in Verbindung setzen. Im März des Jahres 2000 waren zwei Eisbären aus ihrem Gehege ausgebüxt und mussten zwangsläufig erschossen werden, bevor sie irgendwelche Besucher anknabberten. Zwar beklagten auch hier wieder Tierschützer mangelnde Sicherheit und Versagen der Zooleitung auf ganzer Linie, freilich muss man hier berücksichtigen, dass das Eisbärengehege von unbekannten Einbrechern aufgebrochen wurde. Also sind auch dies infame Anschuldigungen und nicht berechtigte Vorwürfe. Wenn man jedoch Gründe sucht, seinen Willen durchzusetzen – hier ist es der Tierschutz – kämpft man auch mit unfairen Mitteln, die wenig überlegt sind.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Gewalt in deutschen U-Bahnen

In was für einer Welt leben wir heute eigentlich, wo Menschen in der U-Bahn einfach so verprügelt werden? Menschen, die nichts tun, werden von Gruppen von Schlägern auf öffentlichen Straßen krankenhausreif geprügelt.

3 (!) Schlimme Beispiele sind momentan am Laufen:

- Das erste Mal passierte es in München, wo ein 17- und ein 20- jähriger auf einen 76 Jahre alten Rentner losgegangen sind. Das Opfer erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Die beiden Täter haben zwar gestanden, zeigen aber keine Reue.
Nach den Worten eines Polizeisprechers zeigen die beiden mutmaßlichen Täter weiterhin keine Reue. Bei ihrer Vernehmung sagten beide aus, sie seien betrunken gewesen und hätten sich von dem Rentner provoziert gefühlt.

- Dann in Frankfurt, wo zunächst ein 17- und ein 21-jähriger im Zug randaliert haben. Polizeiberichten zufolge zerschlugen sie erst eine Trennwand und mehrere Scheiben des Zuges.
Anschließend sind sie ausgestiegen und haben einen Passanten verprügelt. Die Polizei erklärte, dass die Täter noch auf den Passanten eintreten wollten, aber davon hielten sie nur ab, da mehrere Polizeisicherheitskräfte auf dem Bahnsteig eingetroffen seien. Sie flohen, konnten aber doch nachher von Beamten festgenommen werden.

- Der letzte und jüngste Fall geschah wieder in München. Nach Aufforderung, die Musik leiser zu stellen, reagierten die Jugendlichen mit Faustschlägen ins Gesicht. Den Stop der Bahn an einer Haltestelle nutzte das Opfer, um zu fliehen.
Anschließend beschwerten sich zwei andere Fahrgäste, einer von ihnen bekam ebenfalls einen Schlag ins Gesicht. Am Innbrucker Ring flohen die beiden Fahrgäste aus dem Zug, wurden aber von den Jugendlichen verfolgt. Im Zwischengeschoß erwischten sie die beiden Fahrgäste.
Einer von ihnen wurde vergrügelt, der andere kriegte außerhalb des Bahnhofs einen Ziegelstein an den Kopf. Die beiden Geschädigten erlitten Prellungen und Schürfwunden beziehungsweise eine Kopfplatzwunde und mussten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Schläger, die Zeugenaussagen zufolge etwa 19 bis 20 Jahre alt sind, konnten unerkannt entkommen.

Warum greifen denn die Passanten nicht ein und versuchen, dem Opfer zu helfen? Sie stehen wahrscheinlich daneben und gucken zu, wie der Passant verprügelt wird!?
Für mich ist eine Sache mal klar. Ich werde nie wieder U-Bahn fahren, solange es auf deutschen U-Bahnen nicht mehr sicherer wird.

Samstag, 5. Januar 2008

JJ1 für 15 Euro

Kennen Sie noch JJ1? Nein, es handelt sich nicht um ein russisches Jagdflugzeug aus dem 1. Weltkrieg, allerdings ist das Stichwort Jagd schon nicht schlecht. Sie werden ihn lediglich unter einem anderen Namen abgespeichert haben. Na, bei JJ1 handelt es sich um keinen Geringeren als um Problembär Bruno, der in Jägerkreisen mit diesem, uh, liebevollen Namen betitelt wurde. Man berichtete groß und breit in den Medien, man hätte Bruno auf die Bretter geschickt. Nun ist er mir wieder begegnet. Sehr erfreulich, zumal ich damals nicht die Ehre hatte, Bekanntschaft mit ihm zu machen. Aber fangen wir doch noch einmal von vorne an.

Damals, es war der Mai 2006, da kam JJ1 aus Italien nach Deutschland marschiert und machte die dortigen Wälder unsicher. Er rupfte hier ein Huhn, riss da ein Schaf. Das war allerdings auch schon der große Fehler. Ebendadurch avancierte der Braunbär JJ1 zum von der bayerischen Regierung so bezeichneten Problembären und erreichte eventuell sogar Kultstatus. Zum einen wegen zahlreicher Proteste von Seiten etlicher Tierschützer - man schoss ihn nämlich am 26. Juni 2006 nieder -, zum anderen aber auch durch seine, nun ja, Weiterverarbeitung. Problembär Bruno darf nämlich jetzt als Kuscheltier in dem Warenkatalog des hübschen Möbelhauses RS Möbel posieren, und zwar für einen Spottpreis von lächerlichen 15 Euro. Ich meine, ein Unikat, einen echten Problembären, der zu heiß gebadet wurde, für lachhafte 15 Euro im Laden um die Ecke zu verhökern, ist nun wirklich nicht die feine englische...ahem, deutsch-österreichische Art. Es wäre nicht das erste Mal, dass man längst tote Tiere wieder aufleben lässt. Oder es ist einfach nur ein Machwerk, ein niedliches Machwerk, das man der kleinen Schwester oder dem kleinen Bruder schenken kann. Und in Wahrheit schlummert der echte Bruno als Teppich vor einem Kamin in einem rustikalen Jäger-Wohnzimmer...