Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Mittwoch, 24. Oktober 2007

2 Stunden Todesangst!

Morgens, halb 11 in Deutschland.
Wir von der Schülerzeitung sitzen ganz alleine im Computerraum und gammeln vor uns hin. Kurz gesagt: Wir recherchieren. Wir recherchieren über Themen, die unseren Mitschülern gefallen (könnten). Hoffen wir zumindest.

Und warum tun wir das?

Uns gefällt es. Ja, denn 2 Stunden im Computerraum sitzen, macht Spaß, auch wenn es sich nicht so anhört. Entweder findet einer von uns irgendetwas im Internet oder ein anderer hat irgendetwas angestellt.

Jüngstes Beispiel:
Linda M., Mitredakteurin unserer Schülerzeitung, hat im Internet, das sogenannte Marcophono entdeckt. Eine Seite, wo man kostenfrei Leute, ich will sagen, belästigen kann. Mit Sachen wie "Der lästige Ebay-Verkäufer" oder "Sie sind im Radio!" kann man einen echt in den Wahnsinn treiben. Wenn jetzt einer denkt, man müsste selbst sprechen, der hat sich getäuscht. Mit vorgegebenen Sätzen wie: "Ich möchte meinen Computer, den ich bei ihnen ersteigert habe, wieder zurückgeben" oder "Ist doch keine große Sache, nehmen sie ihn doch einfach wieder zurück". Jetzt höre ich nur noch solche Gespräche...

Anderes Beispiel:
Semiha W., ebenfalls Redakteurin der Schülerzeitung, singt krumm und schief, eins ihrer ausgewählten Lieder bei einem Videoportal im Internet nach. Alle versuchen, nicht hinzuhören, doch es gelingt uns nicht. So schlimm es auch ist, es ist unvermeidbar. Und wer ist mittendrin? Ich. Ein einsamer Redakteur, umzingelt von pubertierenden Mädchen, die sich über Stars und Sternchen, Schminke und die neuste Kleidung unterhalten. Ich warne euch: Wenn ihr wisst, dass ihr 2 Stunden mit 5 Mädchen in einem Raum seid, nehmt euch Ablenkung mit! Ein MP3-Player reicht schon oder zur Sicherheit was zum Artikelverfassen, denn eigentlich ist das ja der Sinn der Schülerzeitung. Das ist eine 100% Lösung. Ich versichere es.

Montag, 22. Oktober 2007

Michael München, der Lokführer

Michael München ist stolzer Lokführer. Ein richtiger. Mit originaler Zugführermütze und echtem Pfeifsignal, um entgegenkommende Züge zu warnen. Zwar kann er davon nicht leben, allerdings ist es seit jeher seine größte Leidenschaft. Es sind quasi Stunden der Muße für ihn. Auch heute sitzt er wieder da und fährt seine Lok und die daran angehängten Wagons mit vor Freude funkelnden Augen durch ein Gebirge. Es ist eine idyllische Gegend, schneebedeckt und eines Fotos würdig. Seilbahnen führen ebenso über diese Schneelandschaft wie die Schienen der Züge am Boden. Michael ist hochkonzentriert auf seine Tätigkeit als Lokführer. Er sieht die schneebedeckten Baumkronen, die Büsche und Sträucher, die Strommasten wie Lichter in einem Tunnel an sicher vorbeirauschen, da er immer mehr an Fahrt aufnimmt. Fast schon gerät er in eine Art Trance. Es ist so, als ob er jede einzelne Verbindungsstelle zwischen den Schienen spüren würde. Völlig überraschend fallen einige Klumpen Schnee auf die Strecke. Erst wenige kleine, dann immer mehr und größere. Besorgt schaut Michael München auf die linke Seite, von der die Brocken kommen, und sieht in der Ferne eine gigantische Menge an Schnee herabstürzen wie eine Lawine. Nun donnern Lawine und Zug gleichermaßen schnell voran – Erstere aus Naturgewalt, Letzterer notgedrungen. Schweiß tritt aus Michaels Poren, seine Hände verrutschen auf den Schaltinstrumenten, die er nur äußerst mühsam festhalten kann. Die Schneemassen erreichen das Ende ihres Weges und knallen mit ohrenbetäubendem Lärm auf die Schienen und begraben nur Luft unter sich. Michael Münchens Zug kommt gerade noch davon.

Voller Freude über den mehr als glücklich verlaufenen Vorfall fährt er weiter. Er fährt in tiefere Landschaften. Wie in dem in Zeitraffer betrachteten Wechsel von Winter zu Frühling ist mit mehr zurückgelegtem Weg weniger Schnee zu sehen. Die Gegend erwacht, die Bäume grünen, und wo zuvor schwere Schneeschichten den Boden bedeckten, präsentiert sich zuweilen ein malerisches Fleckchen Erde. Allerdings ist es nicht minder hügelig als vorher. Damit sind also auch große Brücken verbunden, die auch Michael München mit seinem Zug überqueren muss. Am Horizont erstreckt sich die erste solcher Brücken. Der Zug fährt mit konstanter Geschwindigkeit darauf zu, bis Michael mit Schrecken bemerkt, dass die Mitte dieser Brücke zusammengebrochen ist. Er tut alles in seiner Macht Stehende, um seinen Zug zum Stehen zu bringen, freilich vergeblich. Er rast nahezu ungebremst in den Abgrund.

Man sollte nun vermuten, dass Michael München tot sei, allerdings ist er völlig wider Erwartungen stocksauer – schließlich muss er sich jetzt neue Modellzüge im Laden um die Ecke kaufen.

Freitag, 19. Oktober 2007

Böllern ist Kunst

Heute hatte ich das Privileg, den ganzen Tag in dem Atelier eines echten Künstlers zu verbringen. Wie stellt man sich so ein Atelier vor? Nun, vielleicht hat man einen großen Raum im Kopf, in dem viel Platz für schöne Bilder ist. Eventuell säumen grüne, blühende Pflanzen das mit Parkett ausgelegte Zimmer und dienen somit der Inspiration. Ansonsten muss natürlich viel Nichts da sein, um die Gedanken nicht zu sehr zu beeinflussen. So ist es aber nicht. Der Herr H. nämlich ist kein Künstler, der ausschließlich Bilder malt und diese dann für Tausende Münzen verkauft, nur um geldschwer durch die Gegend zu stapfen, sondern er ist ein Bildhauer. Also sieht sein Atelier eher so aus wie Daniel Düsentriebs Werkstatt. Viele hohe Regale ragen bis zur Decke des Raumes, Massen von Zeug liegt überall herum, Hämmer und Sägen braucht man nicht zu suchen, da sie wie etwa Luft sind - einfach überall. Kunstwerke, die in Arbeit sind, Kunstwerke, die fertig sind, Schrott - wie zumindest Laien sagen würden - dürfen da nicht fehlen und versperren einem den Weg.

Ich habe dort natürlich nicht einfach nur herumgestanden und alles bestaunt, sondern ich durfte selbst Hand anlegen, und zwar in Form von Ballereien. Nein, nicht die Ballereien. Eher solche, wie man sie von Silvester und Neujahr her kennt. Ich habe nämlich Gips in Eimer gefüllt, Böller reingestellt, sie angezündet und bekam daraus wunderhübsche Formen. Daraus kann man dann Negative machen und diese anschließend wieder zu Positiven umbauen. Recht eingängig, auch wenn es sich nicht so anhören mag. Der Herr H., bei dem ich jetzt nur noch als Bombenleger bekannt bin, hat sogar gesagt, es sei interessant, was dabei herumgekommen ist. Da können Sie mal sehen, wie ich zu moderner Kunst stehe.

Montag, 15. Oktober 2007

Flieg doch mal nach Garzweiler

Um ehrlich zu sein, habe ich bis heute morgen noch nie etwas von Garzweiler gehört, einem Stadtteil von Jüchen. Hätte mir gestern jemand erzählt, dass dort in rund 25 Jahren der weltgrößte Flughafen stehen könnte, hätte ich lauthals losgelacht. Aber was ich gestern noch verspottet hätte, halte ich heute schon für vernünftig und durchaus realistisch. Hier können Sie den Artikel lesen, der verrät, dass sowohl der Initiativkreis Ruhrgebiet als auch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens über die Errichtung eines neuen Großflughafens debattieren. Grund dafür ist zum einen die günstige Lage Garzweilers, das als Standort des Braunkohletagebaus diente, zum anderen spielt die Einschränkung des nicht weit entfernten Airports Düsseldorf, der recht nah an der Stadt selbst steht, eine nicht unwichtige Rolle. Im Falle einer Einigung würden 6600 Hektar des Brachlandes bebaut werden und somit den zuweilen größten Flughafen der Welt, der in Atlanta steht, um das Vierfache übertrumpfen. Unter dem Strich würde der von der WAZ als Mega-Airport, das er im Falle einer Umsetzung unweigerlich wäre, subsumierte Flughafen Garzweiler sage und schreibe 150000 Arbeitsplätze schaffen. Eine gigantische Zahl, wie ich finde. Halten wir fest, dass es auf ökonomischer Seite und auf touristischer Seite - was im Endeffekt wieder in die Ökonomie fließen würde - Vorteile bringen würde. Außerdem ist es doch schön, wenn künftig niemand mehr lachen muss, wenn er Garzweiler mit einem Flughafen verbindet.

Samstag, 13. Oktober 2007

Mitspracherecht Oktober 2007

Einer unserer Leser hatte uns gefragt, ob die Leser nicht entscheiden dürften,
was wir für ein Bild des Monats haben würden...

Das haben wir uns natürlich zu Herzen genommen und haben daher die
Aktion "Mitspracherecht für das Bild des Monats" ins Leben gerufen.
Wenn Sie Vorschläge haben, können Sie es bei den Kommentaren niederschreiben.
Das Zitat des Monats werden wir dann dementsprechend anpassen.

Also viel Spass mit dieser Aktion und lassen Sie uns an Ihren Ideen teilhaben.

Das Kuriositätenkabinett-Team.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Die klügsten Männer der Welt

Zugegebenermaßen wird dieses Posting hier niemals so lang, dass sie ein große Festplatte bräuchten, um es zu speichern. Gut, dass man sich dann auch keinen Kopf darum machen muss. Aber wenn ich jetzt noch Videos hochlade, die Ihnen womöglich so gut gefallen, dass Sie sie downloaden, muss irgendwer überlegen, wie man die sinnvollerweise auf einer großen Platte speichern kann. Aber von wem soll ich denn Videos hochladen? Von Gerhard Ertl? Angemessen wäre es auf jeden Fall, denn der Herr bekommt dieses Jahr den Chemie-Nobelpreis für seine Studien von chemischen Verfahren auf festen Oberflächen - die Würdigung fällt genau auf seinen 71. Geburtstag, den er gestern feierte. Unter anderem lässt sich mit seinen Forschungen der Abbau der Ozonschicht erklären. Zudem ist er Deutscher, das sei gesagt, was es doppelt würdig macht, diese Nachricht zu Beginn einer Nachrichtensendung zu zeigen.
Aber vor ihm schaffte noch ein anderer Deutscher, einen Nobelpreis dieses Jahres einzuheimsen, und zwar tags zuvor, am 9. Oktober. Peter Grünberg war es, um den Mann beim Namen zu nennen. Er allerdings bekam den diesjährigen Nobelpreis für Physik. Zwar hätte er sich nach eigenen Angaben "mehr gewünscht", etwas "im Bereich Energieeinsparung" voranzubringen, freilich war es dann die höhere Leistungsfähigkeit von Computerfestplatten, die er erreichte. Na, da hätten wir doch schon mal die Festplatte mit größerer Speicherkapazität. Fehlt nur noch das Materilal zum Füllen. Aber vielleicht können Sie ja schon mal mit folgenden Fotos etwas bewerkstelligen - sei es auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Fotos können Sie auch hier und hier betrachten.




















Dienstag, 9. Oktober 2007

Bitte kein Ruhrpottdeutsch mehr

Normalerweise ist Nordrhein-Westfalen ja das Gebiet Deutschlands, in dem am wenigsten ein Akzent gesprochen wird. Aber wenn diese dann mal ihr "Ruhrpottdeutsch" auspacken, ist aber Holland – Entschuldigung, Nordrhein-Westfalen - in Not. Nehmen wir mal eines der Beispiele, das nebenbei auch noch ein, nun ja, Witz ist: "Wo wolltse hin?" - „Nachen Supamarkt." - „Zu“ - „Was schon halb sieben?", völlig verkennend, dass ein Nachen ein kleines Boot ist, aber das nur am Rande. Das ist das Schlimmste überhaupt. Also wenn die deutsche Sprache nicht vollkommen verkommen soll, höre man bitte mit so etwas Grauseligem auf.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Zerkratzte Bekanntschaften

Ich muss zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich gerade schlechte Laune habe. Warum? Dann habe ich erst eine Frage an Sie. Kennen Sie die diese Leute? Ich rede von hinterhältigen Leuten, Abzockern und Schmarotzern, die einen eiskalt unterwandern. Gut, so schlimm, wie ich es hier beschreibe, ist es sicherlich nicht. Ich sollte nun aber noch einmal von vorne beginnen. Neulich habe ich mir gedacht, ich könnte mal wieder eine kurze, flotte Runde Rollercoaster Tycoon 3 spielen. Weit gefehlt. Schnellen Schrittes ging ich ganz zielstrebig zum Regal, in dem ich meine ganzen Spiele aufbewahre, griff behende in genau dieses, zog eben genanntes Spiel heraus und war platt. Enttäuschung auf ganzer Linie. Von einer Sekunde auf die nächste platzte die ganze Vorfreude. Das Ding war zerkratzt, als hätte man es gerade eben noch als Sandkastenschaufel benutzt und danach wegen des vielen Schmutzes durch die Waschanlage an der Tankstelle um die Ecke gejagt. Und zwar waren Hülle und DVD zu gleichen Teilen heftig ramponiert. Ergebnis: Die flotte Runde als Achterbahn-Guru war passé, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Das einzige Mittel der Abhilfe war hier natürlich das Frustschieben. Und dieses Posting.

Aber wer ist schuld an so etwas? Richtig, eingangs erwähnte Menschen, die man vage kennt, allenfalls auf dem Flur im Büro, in der Stadt oder sonst wo getroffen hat, wahrscheinlich noch nicht einmal mit ihnen geredet hat. Die würden einen vollends aus dem Gedächtnis streichen, wenn es da nicht die Gefallen gäbe: „Tust du mir nur den einen Gefallen und leihst mir Rollercoaster Tycoon 3 aus?“ Das sind immer die Momente, in denen ich mich frage, zefix, woher weiß der schon wieder, dass ich Rollercoaster habe? Aber ach, es hilft ja eh nichts, sich über so was aufzuregen. Trotzdem werde ich schon wieder wütend. Sie wissen ja jetzt, warum.

Montag, 1. Oktober 2007

Hurra, endlich 16!

Endlich ist es soweit, ich bin von nun an 16 Jahre alt.
Ich war heute nach extra solange auf, bis ich sagen konnte: "Ja, ich bin 16!"

Was ich alles bekommen habe:
(Stand 11:35 Uhr)

- 50 Euro von Oma u. Opa.
- 30 Euro von meinem Patenonkeln.
- Das neue Linkin Park Album "Minutes to Midnight" (sehr geil übrigens).
- Der Strategiehit "World in Conflict" für den PC.

Mal sehen, was noch kommt.
Vielleicht noch 'ne große Torte, wo irgendwas rausspringt.

Ich halte euch auf dem Laufenden, mach noch 'nen paar Fotos und feier schön.

EDIT:

Ich wusste doch, dass ich noch was kriege.
(Stand: 18:30)

- 40 Euro Geschenkgutschein eines großen Kaufhauses von meinen Nachbarn und Bekannten.
- Schokolade + 5 Euro von einer anderen Nachbarin.
- 10 Euro von meiner Stiefoma.

Und Fotos hab ich auch noch gemacht.




Und noch ein Bild von mir mit 16 Jahren. Wer Veränderungen sieht, bitte kommentieren.


"Ker', war das 'nen schöner Geburtstag!" würden jetzt die Sauerländer sagen.