Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Dienstag, 28. August 2007

Versteckter Assassine

Wo gibt's denn sowas? Ubisoft hatte auf der diesjährigen Games Convention in Leipzig wieder einmal einen pompösen Stand aufgebaut, an dem Die Siedler - Aufstieg eines Königreichs sowie Rayman: Raving Rabbids 2 nebst Far Cry 2 und Haze gezeigt wurden, die letzten beiden allerdings erst für Volljährige. Den Protagonisten aus Assassin's Creed hatte man groß auf den Stand gedruckt, davon wurde dennoch nur ein Trailer vorgeführt, den richtige Fans schon eine ganze Weile vorher hätten sehen können. Außer den vier Herren, die man unten auf dem Foto sieht, wurde nichts aus den mittelalterlichen Städten gezeigt - etwas resignierend.
Im Messeheft für den Sonntag war Das Schwarze Auge: Drakensang angepriesen worden, aber auch dort enttäuschte der Entwickler dtp: Nur die Fachpresse hatte Zugang zu dem traditionellen Rollenspiel.
Immerhin haben wir dann ANNO 1701 Der Fluch des Drachen anfassen dürfen. Zu kurz allerdings war die Zeit, um ein erstes Urteil fällen zu können. Trotzdem können wir mit Fug und Recht sagen, dass es sich flott und elegant gespielt hat wie die anderen Missionen aus dem Hauptprogramm. Die Schergen eines bösen Schufts haben sämtliche Häuser einer hübschen Stadt in Flammen untergehen lassen. Nicht ganz, sie haben die Rechnung nicht mit uns gemacht. Unser Auftrag war es, die Schandtaten des Gauners mit einer Handvoll Feuerwehrmänner wieder gutzumachen. Hört sich vielleicht nicht übermäßig spannend an, spielte sich aber gewohnt flott. Auf jeden Fall hat dieses Addon eine Chance verdient. Weiteres folgt in Kürze.

Donnerstag, 23. August 2007

Die Games Convention im Anflug

Seit heute Morgen ist die Games Convention 2007 auch für Besucher zugänglich, nachdem gestern nur ein Pressetag war. Wir sind zwar heute nicht vor Ort, aber morgen Abend geht der Flieger von Düsseldorf nach Leipzig/Halle. Am Samstag und Sonntag, den beiden meistbesuchten Messetagen, werden wir uns in die Massen stürzen und den Softwareperlen der Entwickler auf den Zahn fühlen. Laut Umfrage auf dieser Seite wollen 83% der Befragten einen Bericht zum großartigen und schon im Vorfeld viel gelobten Addon zu ANNO 1701 namens Der Fluch des Drachen lesen. Immerhin die Hälfte der Leser würden Artikel zu Assassin's Creed und Das Schwarze Auge: Drakensang begrüßen - eine Mehrfachnennung war demnach möglich. Allerdings müssen wir schon vorher darauf hinweisen, dass die Jungs von Related Designs, dem Entwickler von ANNO 1701, nur eine Präsentation des Addons vorführen werden. Aber auch das werden wir uns nicht entgehen lassen. Also: GC-Bericht und erste Eindrücke der Spiele in Kürze hier im Kuriositätenkabinett.

Sonntag, 19. August 2007

Innovation auf Kommando - Overlord

„Reibt ihm Säure in die Augen, damit er wach wird!“, auf eine so freundliche Art und Weise werden wir von einigen stupiden kleinen Viechern und deren Kommandeur in Overlord geweckt. Wir wurden als neuer Herrscher ins Leben gerufen, um Böses über das Land zu bringen. Das hört sich ziemlich nach 08/15-Spiel an, was es allerdings keineswegs ist. Wir sollen zwar Böses tun, aber auf eine so unglaublich abgedrehte Weise, dass man nur Tränen lachen kann. Kurz zur Vorgeschichte: Die sogenannten „Gutmenschen“ haben Ihren Vorgänger, den alten Overlord, getötet und dessen Regierungszentrum, den Dunklen Turm, zerstört. Und in eben diese Position des neuen Overlords treten Sie am Anfang des Spiels. Jetzt können wir aber die Welt ins Chaos stürzen.

Häuslebauer
Da sie den jüngst zerstörten Dunklen Turm übernehmen, müssen natürlich einige Reparaturen durchgeführt werden, um ihn wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu bereisen Sie grundverschiedene Areale wie etwa die goldenen Berge, die Heimat der Zwerge sind, den Dunkelwald, der aus von Bäumen gesäumten Sümpfen besteht, oder das Hügelland, in dem die Halblinge beheimatet sind. Zunächst werden wir mit etwas Restenergie in das Hügelland teleportiert, in dem wir das Turmherz suchen sollen. Dieses wird benötigt, um Sie auch fortwährend in jedes Gebiet zu beamen, über das Unheil gebracht werden soll. Wenn Sie das Turmherz gefunden haben, wird es nicht etwa von Ihnen selbst getragen, nein, dafür gibt es doch Schergen, kleine, dumme Viecher, die erstaunlich viel Abwechslung ins Spiel bringen, und immer wieder zum Lachen anregen – dazu aber später mehr. Klar, von einem Turmherz, so essentiell es auch sein mag, baut sich kein ganzes Gebäude auf. Sie wollen schließlich auch noch die anderen Räume ihres Turmes betreten können, zumal sie Ihnen einige, nicht gerade unwichtige Vorteile bringen. Danach schwärmen wir beispielsweise wieder aus, um einen Kran zu organisieren, der sich perfekt eignet, Steine aus dem Weg zu räumen und wieder an ihren ursprünglichen Ort zu bringen. So können wir nach einer Weile die Arena betreten, in der Sie unter dem Jubel all Ihrer Schergen die bereits entdeckten Gegner ihrer Wahl gehörig vermöbeln dürfen. Ein anderes Beispiel: Im weiteren Spielverlauf erhalten wir den Zugang zur turmeigenen Waffenschmiede - auch hierfür sammeln wir im Spiel wieder zwei verschiedene Schmelzöfen - in der wir neue Waffen schmieden oder verbessern können, allerdings wurde auf unseren Systemen der Vorgang des Verbesserns verschiedener Waffen trotz Patch 1.2 immer abgebrochen bzw. nicht zu Ende ausgeführt. Das Schmieden läuft nicht ab, wie man es sich vielleicht vorstellen würde. Wir können entscheiden, ob und wieviele Schergen wir mit in die Lava springen lassen wollen. Je nach Schergentyp wird dann die Waffe mit unterschiedlichen Boni ausgestattet.

Kniet nieder, meine Schergen!
Nun aber zu den bereits oben erwähnten Schergen. Sie sind eines der zentralsten Elemente in Overlord. Zu Beginn des Spiels stehen uns nur braune Schergen zur Verfügung, wir können auch nur fünf der kleinen Racker kontrollieren. Sie sind der Grundstein einer schlagkräftigen Armee aus Schergen. Per Linksklick schicken Sie die Schergen nach vorne, wo sie gegebenenfalls ein Ziel angreifen, mit einem Rechtsklick rufen Sie die wuseligen Gestalten zurück, mit einem langen Rechtsklick kehren alle zu Ihnen zurück. Nicht gerade intuitiv, aber auch nicht kompliziert, die Steuerung. Die Schergen zeigen keine Hemmungen, auch normale Kisten, die unschuldig in der Gegend herumstehen, zu zerschmettern. Mit etwas Glück befindet sich darin Ausrüstung, was den Ausrüstungswert Ihrer Schergen steigen lässt. So kämpfen sie effektiver, sind aber natürlich auch nicht unsterblich.
Ihre Helferlein setzen sich selbstverständlich nicht dauerhaft aus nur braunen Schergen zusammen, sondern Sie finden noch andere Schergen, deren Nest Sie einfach über den Teleporter in Ihren Turm bringen müssen, um sie dauerhaft herbeirufen zu können. Jeder Schergentyp hat seine eigenen Fähigkeiten: Wo rote Schergen Feuerstellen beseitigen können und gute Fernkämpfer sind, gehen grüne Schergen spielend durch Giftwolken und beseitigen sie für Sie. Deren blaue Artgenossen heilen verletzte Kollegen, kämpfen dafür nur sehr schlecht. Ein gezielter Einsatz will also an den Tag gelegt werden, um die Levels bestehen zu können. Natürlich bleibt es nicht dauerhaft bei dem anfänglichem Limit von fünf kontrollierbaren Schergen. Gelegentlich finden Sie Objekte, mit denen Sie das Limit anheben können. Diese Objekte müssen übrigens Ihre Schergen tragen. Wenn Ihre Untertanen einmal durch äußerst seltene Wegfindungsprobleme herumbocken sollten, können Sie sie einfach umtreten. Das hat zwar keinen spielerischen Nutzen, macht dafür aber umso mehr Spaß.

So böse bin ich gar nicht
Zwar steht die böse Seite stets im Vordergrund, dennoch haben Sie die Option, einzelne Aufgaben eher gutherzig zu erfüllen oder eher hinterlistig zwecks Eigennutzen zu Ende zu führen. In Wilfrieds Küche etwa mussten wir ein großes Nahrungspaket mit allerlei Schlemmereien wiederfinden und sollten es eigentlich zurück ins Dorf Rauschingen bringen. Das hätte uns Beliebtheit eingebracht, wir haben uns aber dafür entschieden, es für uns zu beanspruchen. Um ein anderes Beispiel zu nennen: Nach der Vernichtung eines Bossgegners wurden wir vor die Wahl gestellt, die Elfen zu retten oder Gold zu klauen. Wer hier das Gold dem Fortbestand der Elfen vorzieht, muss mit höherer Verderbtheit rechnen. Diese macht Ihren Overlord stärker, lässt ihn also effektiver Kämpfe bestreiten, so lässt sich aber auf die Dauer kein Plan der bösen Herrschaft durchführen, da die Anhänger fehlen. Das Spiel erlaubt also zweigleisigen Fortschritt, der sich auch im Dunklen Turm bemerkbar macht: Der Narr, den Sie im nahtlos in den Spielablauf eingefügten Tutorial eins auf den Deckel hauen, klebt Ihnen wie eine Klette an den Versen, sofern Sie sich gerade im Turm aufhalten und ruft Ihnen etwa Folgendes zu: „Der Overlord, Meister der Arkanium-Schmiedekunst und Retter der Elfen.“ Ein eindeutiges Atmosphäreplus. Da wir so gut waren, diesen Artikel zu schreiben, müssen wir uns nun wieder um unsere Verderbtheit kümmern und noch mehr Böses tun, und zwar in Form einer weiteren Runde Overlord.

Dienstag, 14. August 2007

Schriftsteller

Ich habe mir ja schon oft den Gedanken durch den Kopf gehen lassen, aber jetzt mache ich es öffentlich: Warum bin ich jetzt noch nicht Schriftsteller? Ja genau, derjenige, der viele Bestseller schreibt und dafür Geld ohne Ende bekommt. Im Alltag bekomme ich immerhin ständig die Bestätigung, dass ich das eigentlich machen könnte. Bestes Beispiel wäre da die Busfahrt. Mensch, wenn ich da einen Block und einen Stift mitnehmen würde und den ganzen Tag hin und her fahren würde, könnte ich am Tag darauf einen ganzen Roman verfassen. Vielleicht liefe er unter dem Titel "Der Mensch" oder irgendwas in der Richtung. Das kennt doch jeder: Dumme, interessante, schlaue, abscheuliche, merkwürdige, verkommene und auch klevere Menschen betreten den Bus. Teilweise fühlen sie sich wie zu Hause. Sie schlafen, lesen Zeitung, trinken, essen und tun andere Dinge, die wir hier nicht weiter vertiefen wollen. Natürlich ist gegen das Brötchen oder die Flasche Wasser nichts einzuwenden, aber der Rest? Und genau über diese Geschehnisse kann man Tage, Nächte, Wochen, Monate, ja sogar Jahre schreiben.

Freitag, 10. August 2007

Nimm 2, zahle 2

In Sachen „Modding“ also Modifizieren von Spielen, Programmen und auch Hardware geht es mittlerweile heiß her. Nehmen wir ein Beispiel von mir.

Ich habe mir die Tage bei einem großen Kaufhaus eine Logitech G15-Tastatur gekauft.
Einige werden jetzt sagen: "Na und? Dann hat er sich eben eine Tastatur gekauft."
Falsch. Diese Tastatur ist nämlich keine normale Tastatur, sondern ein sogenanntes Gaming-Keyboard. Na und? Das hat man auch schon oft gesehen.
Aber haben Sie denn auch schon mal eine Tastatur mit integriertem LCD-Bildschirm gesehen?

Aber jetzt mal zurück zum „Modden“. Meistens gehört der Begriff eher zu Spielen, Programmen oder auch der Hardware, wie eben auch genannt. Aber da es sich ja um ein besonderes „Modding“-Objekt handelt, machen wir mal eine Ausnahme.

Denn mit den verfügbaren Programmen und Entwicklern kann man ganz tolle Sachen basteln.
Zum Beispiel kann man, wenn man den Winamp oder den Windows Media Player hat, auf dem kleinen Bildschirm machen, was man sonst auf dem großen macht.
Man kann Lieder wechseln, die Lautstärke verändern oder auch Lieder löschen. Richtig Sinn macht dieses Programm aber erst, wenn man etwa spielt, oder bspw. Hausaufgaben macht oder irgendetwas anderes Nicht-Computerisiertes. Man könnte sagen, es ist ein MP3-Player für den Computer.



Wenn das immer noch nicht beeindruckt, habe ich noch was für unsere Chatter-Freunde.

Mit dem Tool, kann man die Nachrichten, die man bekommen hat, nicht nur auf dem Computer sehen, sondern auch auf dem LCD-Bildschirm. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch ein anderes Tool, womit man nachgucken kann, ob man E-Mails bekommen hat. Natürlich gibt es auch viel mehr Modifikationen für den Bildschirm. Machen Sie sich doch mal hier selbst ein Bild davon.

Voraussetzung ist halt immer noch die knapp 70 Euro teure Tastatur von Logitech.
Unten ist noch ein kleines Video, mit verschiedenen "Mods" der Tastatur.


Donnerstag, 9. August 2007

1973 kommt erst 2007

Wie der Titel vielleicht vermuten lässt, "sinniert" dieses Posting "über den Sinn der Nostalgie". So sagte es auch James Blunt, allerdings von seinem neuen Song "1973", der taufrisch ist und dessen Video erst gestern offiziell online gestellt wurde. Kleiner Unterschied zu den übrigen Videos des Briten: Dieses hier wirft nicht so mit Melancholie und dunkler Metaphorik um sich wie die anderen. Hier ist das gute Stück.

Sonntag, 5. August 2007

Fridolins Rückkehr

Ich melde mich zurück. Nach langen Depressionen wegen des Wetterglasputzens und des knapp gefüllten Geldbeutels bin ich wieder mit dem Wetter da. Nun aber in neuem Glanz: Je nach Wetterlage ändert sich das Bild rechts in der Leiste. Wenn also die Sonne scheint, so wie jetzt, throne ich über dem Wetterglas und genieße die Sonne mit Sonnenbrille - bei Regen indes verkrieche ich mich mit aufgespanntem Regenschirm am Boden meines Zuhauses. Einen Aufstieg im Rang genieße ich übrigens auch. Nachdem ich fast einen ganzen Monat für die Reinigung des Wetterglases verantwortlich war, was beileibe kein Traumjob ist, bin ich endlich wieder Wetterfrosch. Vielleicht habe ich es auch dem guten Wetter, dessen wir uns jüngst erfreuen dürfen, zu verdanken.

Freitag, 3. August 2007

Schröder Aktuell


Morgens halb 10 in Deutschland. Genauer gesagt im Bundestag. Herr Schröder feierte großzügig seinen Rücktritt (Rauswurf) bei der SPD. Dieses Foto wurde bei einer Hausdurchsuchung im Anwesen der Schröders entdeckt und musste unverzüglich an die Öffentlichkeit gelangen.

Mittwoch, 1. August 2007

Der neue Monat winkt

Diesen Monat erlauben wir uns, einen kleinen Gegensatz zwischen Text und Bild aufzubauen. Das Foto zeigt, dass man sich durchaus für den Klimaschutz einsetzen sollte, das Zitat hingegen regt dazu an, sich nicht allzu verrückt damit zu machen. Überdies wäre es auch nicht gänzlich verkehrt, an den richtigen Stellen mit dem Klimaschutz anzufangen, anstatt von jetzt auf gleich alle Atomkraftwerke vom Erdboden verschlucken lassen zu wollen. Also: Auf dem Teppich und realistisch bleiben.