Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Freitag, 29. Juni 2007

Rest In Peace

Am Sonntag starb einer der besten Wrestler die es bislang in der WWE gab.
Die Rede ist von Chris Benoit.

Er wurde zusammen mit seiner Frau Nancy und seinem Sohn Daniel tot in seinem Zuhause in Atlanta, Georgia aufgefunden. Chris Benoit sollte am vergangenen Sonntag ein Match gegen CM Punk um den vakanten ECW World Heavyweight Titel bestreiten, doch er wurde nach Hause beordert, da es in seiner Familie einen Vorfall gab.

Doch angeblich soll Chris Benoit selbst daran schuld sein, denn er soll nach einigen Nachrichtenagenturen seine Familie selbst umgebracht haben. Doch warum?
Es war zuvor ein Streit mit seiner Frau um den Sohn Daniel, inwieweit sich jetzt der WWE Wrestler um den Sohn Daniel kümmern soll.
Demnach litt Daniel Benoit unter dem äußerst seltenen "Fragile X Syndrome", welches in der Regel zu einer geistigen Behinderung führt und teilweise von Autismus (="Kontaktunfähigkeit") begleitet wird. Dies hatte bereits in der Vergangenheit für einige Konflikte unter den Eltern gesorgt und die Beziehung der Eheleute immer wieder auf eine harte Probe gestellt.

Nancy wünschte sich immer mehr Kinderbetreuung von Chris, der aufgrund des harten WWE-Kalenders in den letzten Jahren oft nur 2-3 mal die Woche Zeit hatte, sich um seine Familie zu kümmern.

Doch es eskalierte und Chris Benoit riss der Faden. Er erstickte seinen Sohn Daniel und seine Frau Nancy und anschließend tötete er sich selbst.
Ob das alles die Wahrheit ist und was sich wirklich abgespielt hat im Hause Benoit, weiß momentan keiner.
Aber fest steht, dass Chris der WWE sehr fehlen wird, denn er war einer der besten Wrestler in der Geschichte der WWE.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Die Bundesliga meldet sich...

...und zwar mit interessanten Begegnungen aus der ersten Bundesliga.
Nehmen wir den ersten Spieltag, wo sich ein echter Knaller bereit macht.

Deutscher Meister VfL Stuttgart trifft auf den Vizemeister FC Schalke 04.
Außerdem spielen am ersten Spieltag noch Bremen gegen Bochum und Bayern gegen Rostock.

Aber nicht nur der erste Spieltag ist ein Highlight, sondern auch der zweite Spieltag hat es in sich.
Da treffen Schalke und Erzrivale Borussia Dortmund in einem spannenden Revierderby aufeinander.
Und die zweite Begegnung hat es ebenfalls in sich. Da trifft Werder Bremen auf den FC Bayern München.

Da hat sich aber was schönes zusammengebraut, zum Start der Bundesliga-Saison 07/08.

Samstag, 23. Juni 2007

Geiz is´ gar nicht geil!

Jetzt hab ich den Blog für mich allein!
Nur für mich allein!

Naja gut das stimmt nicht ganz, also da wäre ja noch Fridolin.
Aber er ist nur ein Frosch, ein Frosch!!

[Nachtrag von Fridolin]:
Was? Nur ein Frosch?
Das kann doch wohl nicht wahr sein!
Ich habe auch Gefühle!

[Nachtrag von Sebastian]:
Was willst du den machen als Frosch?

thoughtmode on


"Halt, er verfügt auch über die Administratorenrechte!"


thoughtmode off

Ok, du hast Recht, ich leide nur an dem Gedanken,
dass Niklas in den Urlaub gefahren ist.
Es tut mir Leid, wollen wir wieder Freunde sein?

[Nachtrag von Fridolin]:
Na klar, kein Problem, mein nicht-froschartiger Freund!

Urlaub

Ich werde ab morgen für zwei Wochen im Urlaub sein. Es geht auf die wunderschöne Nordseeinsel Amrum, die man wirklich als entzückendes Kleinod bezeichnen kann. Selbstverständlich werde ich dort nicht nur auf der faulen Haut herumliegen, sondern auch an unser Blog denken. Ich werde mir Gedanken über neue Elemente machen, das Layout im Kopf überarbeiten und selbstverständlich neues Blog-Futter aufspüren, damit gleich nach der Reise mit neuem Elan ein Artikel darüber geschrieben werden kann. Ich denke, Sebastian und unser engagierter Wetterfrosch Fridolin werden hier einiges Interessantes veröffentlichen. Also, ein Klick hierher lohnt sich immer. In diesem Sinne: Bis dann.

Und nun das Wetter...

Oh Mann, das wird eine turbulente Woche in Sachen Wetter!
Heute wird es regnen, morgen wird es regnen und Montag? Na raten Sie mal...
Ja, das auch und dazu auch noch ein "Gewitterchen".
Dann muss ich wohl meinem Freund Fred, die Schildkröte Bescheid sagen, dass er sich schon mal im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen soll.
Und ich muss auch noch mein Wettergläschen regen- und gewitterfest machen.
Das rate ich auch Ihnen, liebe Leser, mit der Ausnahme, dass Sie einen Panzer oder ein Wettergläschen haben.

Freitag, 22. Juni 2007

Schönheitsoperation

Jeder Rollenspielfan dürfte wissen, dass The Elder Scrolls IV Oblivion eines der technisch und grafisch aufwendigsten Spiele auf dem Markt ist. Wenn allerdings genau diesen Fans die Grafik nicht mehr genügt, werden sie zu Moddern, basteln, hämmern auf den Tasten herum und sind kreativ. Am Ende kommt dann eine Modifikation heraus, die viele Texturen austauscht und somit den Gesamteindruck aufhübscht. Diese Mod nennt sich Qarl's Texture Replacer Pack II. Das rund 300 MB große Werk und weitere Basteleien finden Sie hier. Einen Vorgeschmack auf das, was einen im Spiel erwartet, findet man unten. Oben sieht man die Stadt Cheydinhal vor der Schönheitsoperation, unten danach.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Ja, was glauben Sie denn?

An was glaubten eigentlich die antiken Griechen? Und wem huldigten die Inder der damaligen Zeit? Wer ist überhaupt Eusi Erbstösser? Diese und andere Fragen behandelt Jürgen Becker in seinem neuesten Programm Ja, was glauben Sie denn?. Wie der Name schon annäherungsweise verrät, geht es dabei um die verschiedenen Religionen der Welt. Dabei verknüpft der Kölner Kabarettist rheinischen Humor mit geschichtlichen Fakten und präsentiert es anschaulich. Er erklärt etwa den Schöpfungsmythos der Griechen, der besagt, dass damals kugelförmige Wesen die Welt bevölkert haben, die vier Arme sowie vier Beine besaßen nebst zwei Gesichtern. Weil Zeus dann deren Energie als zuviel empfand, teilte er sie in zwei Teile und zog die Haut über die Schnittstelle. Damit schlug er zwei Fliegen mit einer Klappe: Zeus hatte mehr Diener und die Wesen nicht mehr so viel Energie. Gleichzeitig ging daraus der Mensch hervor.

Die Inder glauben, dass der Gott Wischnu, eine Schildkröte, in einem Kuhmilchsee lebte. Eines Tages kam die Urschlange Anate vom Grund des Sees nach oben und wickelte sich um Wischnu. Nun kommen die Götter und Dämonen ins Spiel. Erstere ziehen am Kopf der Schlange, Letztere am Schwanz. Bei diesem Rotieren der Schildkröte wird die Kuhmilch durch die Zentrifugalkraft zu Butter geschlagen, aus welcher der Weltberg entstand. Daher sind Kühe in Indien heutzutage immer noch heilige Tiere. Die Schöpfungsmythen der Griechen und Inder kennen Sie jetzt, wer Eusi Erbstösser ist, wurde jedoch noch nicht geklärt. Das werden Sie auch erst auf der CD oder bei einer der zahlreichen abendlichen Vorstellungen von Jürgen Becker erfahren. Ich weiß nicht, was Sie glauben, ich aber glaube, dass dieses Programm mehr als lohnenswert ist.

Mittwoch, 20. Juni 2007

Vorsicht, Fuß hört mit

Zu Beginn dieses Artikels ist es nötig, einen Witz zu erzählen: Ein Fuß und ein Auge sitzen in einer Grube fest. Dem Auge reicht es und gibt kund:“Ich gehe jetzt, es wird mir hier zu bunt.“, worauf der Fuß nur noch zu antworten weiß:“Das will ich aber sehen.“. Zugegeben ist das kein Brüller, aber dennoch wird dieser Witz bald umgeschrieben werden müssen, und zwar muss das Auge durch ein Ohr ersetzt werden. Das klingt zunächst verwirrend. Wenn man aber weiß, dass Elefanten mit ihren Füßen hören können, wird einem einiges klarer. Laut Internetportal MSN berichten kalifornische Wissenschaftler im britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist, dass Elefantenherden dazu befähigt seien, Alarmsignale anderer Artgenossen wahrzunehmen. Elefanten seien dafür bekannt, mittels niederfrequenten Tönen über mehrere Kilometer hinweg miteinander zu kommunizieren. Weiter würden die Forscher der kalifornischen Stanford-Universität vermuten, dass sich die Töne über den Boden fortpflanzen und durch die empfindlichen Füße der Dickhäuter aufgenommen werden können. Angeblich hätten die Wissenschaftler Alarmsignale bei Angriffen von Löwen auf eine Elefantenherde in Namibia und in Kenia aufgezeichnet. Anschließend hätten sie den seismischen Teil der Töne isoliert - will heißen, sie haben die Wellen gedämpft, die bei einem Erdbeben im Boden enstehen - und die Signale einmal in Namibia in der Nähe einer Herde, die sich an einer Wasserstelle labte, und einmal in Kenia abgespielt. Wo die Rüsseltiere in Kenia hektisch einen Kreis aus ihrer Herde bildeten, in dessen Mitte der Nachwuchs Platz fand, reagierten die Elefanten in Namibia weitaus gelassener. Offenbar würden sich die Signale von namibischen Elefanten von denen ihrer Artgenossen aus Kenia unterscheiden, so die Forscher. Nach Angaben von MSN können Wissbegierige die Studie in Gänze im Journal of the Acoustical Society of America nachlesen.

Freitag, 15. Juni 2007

Neues von Nessie

Es wird wieder Sommer. Woran man das merkt? Nein, nicht anhand steigender Temperaturen, sondern an den nun wieder häufiger werdenden Meldungen über neue Entdeckungen des Seeungeheuers von Loch Ness namens Nessie. Das hat vermutlich damit zu tun, dass bald wieder das große Urlaubsgeschäft vor der Tür steht und die Leute in Schottland mit solchen Meldungen versuchen, Urlauber für sich zu gewinnen. Am Samstag, den 26. Mai, hat ein Amateurfilmer Aufnahmen vom vermeintlichen Monster der Tiefen gemacht. Allerdings sind darauf nur ein paar Wasserbewegungen und Schatten auf der Wasseroberfläche zu sehen. Laut Internetportal MSN halten Forscher die Aufnahmen für die besten, die jemals entstanden sind. Brauchbar seien sie, da ein Fake aufgrund des mitgefilmten Ufers auf der anderen Seite des Sees nahezu ausgeschlossen sei.

Aber dass Nessie Humbug ist, wissen wir spätestens seit unserem Bericht vom 15. Mai, in dem des Rätsels Lösung offenbart wird: Elefanten, die von örtlich gastierenden Zirkussen kommen, baden im See Loch Ness. Der Rüssel, der bei ihrer Tauchstation aus dem Wasser ragt, ähnelt dabei dem Kopf von Nessie. Außerdem hätte sich ein Forscherteam schon längst einmal dazu aufgerafft, Loch Ness mit Unterseeboten zu durchpflügen, um das sagenumwobene Tier näher erforschen zu können, wenn wirklich etwas an alldem dran wäre. Um 1930 sollen die ersten Meldungen von Nessie gemacht worden sein. Wie also hat es sich über 70 Jahre am Leben halten können. Wovon kann es sich ernährt haben? Vielleicht von umherschwimmenden indischen Elefanten, die es immitieren wollten.

Montag, 11. Juni 2007

Unsinn in der Küche

Herrschaftszeiten nochmal. Wer hat denn immer wieder Ideen für Spiele, die die Welt nicht braucht? Und warum werden diese Ideen, die alleine schon zuviel des Guten sind, auch noch in die Tat umgesetzt? Wenn Sie sich die Demo des Spiels Pizza Commander anschauen, stellen Sie sich prompt die Frage, welchen Sinn es macht, mit einer Stubenfliege namens "Eddie" durch eine pixelig animierte Küche, die zudem noch mit fürchterlich verschwommenen Texturen hässlicher als ein Spiel kaum sein kann gemacht wird, zu schwirren, und Zutaten unter den ungemein störenden Sounds wie "Paprika", die ein Dreijähriger bei seinen ersten Sprechübungen gemacht haben könnte, einzusammeln. Danach fällt die fertige Pizza dann wie bei Mondgravitation auf den schmutzigen Küchenboden. Bleiben Sie lieber zu Hause und kochen Sie was Schönes - aber backen Sie bitte keine komischen Pizzen in diesem Spiel.

Freitag, 8. Juni 2007

Die armen Reichen

Wieviele Leute habe ich nicht schon gesehen, die irgendwie gegensätzlich sind in dem, was sie tun und sagen? Es sind Leute, die sich auf der einen Seite aufregen, dass etwas gemacht wird, aber auf der anderen Seite dasselbe tun. Dabei muss man allerdings zwischen drei Arten unterscheiden. Zwischen den Mit-dem-Auto-ins-Fitnessstudiofahrern, den Mal-eben-nach-London-zum-Shoppen-Fliegern und den Ich-kaufe-nicht-bei-Aldi-Menschen. Wer kennt das nicht? Man geht zu Aldi, will nur noch eben Chips und Bier fürs Wochenende einkaufen und da trifft man jemanden, den man mehr oder weniger gut kennt. Dann darf man sich fünf Minuten dessen Rechtfertigungen anhören, er gehe ja sonst nie zu Aldi, aber heute müsse er mal eben nach Feierabend etwas einkaufen, was er nicht auf den Einkaufszettel geschrieben hat. Statt zu sagen, dass es ganz normal ist, weil es dort nun einmal günstig ist, versucht dieser Bekannte dann, sich aus der Sache herauszureden, ohne zu bemerken, dass er alles nur noch schlimmer macht.

Anders sind die Leute, die versuchen, an allen Ecken und Enden im Haushalt zu sparen, und tagaus tagein herumnörgeln, dass niemand sonst um den Klimaschutz bemüht sei. Zugleich sind das diejenigen, die am Wochenende mal eben einen Billigflug nach London buchen, um dort zu shoppen. Minder merkwürdig sind sie also nicht.

Zuletzt zu den Fitnessstudiogängern: Sie rühmen sich mit ihrer körperlichen Aktivität und mit ihrer Fitness, fahren dann in die Muckibude um die Ecke mit dem aufgetunten Porsche, strampeln sich dort auf dem Fahrrad ab und gehen am besten anschließend ins Kaffee, um sich eine fette Sahnetorte zu gönnen. Geheimnisse über Geheimnisse, die manch einer mit sich bringt.

Montag, 4. Juni 2007

Das Geschlecht des Flusses

Wenn man der Schöpfungsgeschichte Glauben schenken darf, erschuf Gott die Welt in sieben Tagen. Er dachte sich die Erde aus, schuf Bäume, Meere, Lebewesen und Flüsse. Genau, auch die Flüsse, womit die Problemstellung gegeben wäre: Welchem Geschlecht rechnet man ihn an, den Fluss? Vielleicht muss man zunächst an den Ursprung der drei deutschen Artikel herangehen. Da gibt es die Geschichte, dass damals, als die deutsche Sprache entwickelt wurde, alle Wörter in einem großen Korb lagen. Dann hat man diese Wörter auf drei kleinere Körbe aufteilen wollen, die allerdings auf einer Waage standen. Der Ablauf ist klar, die Wörter wurden ungleichmäßig verteilt und die Waage begann auf einer Seite zu kippen. Also musste man die anderen Wörter schnell verteilen, um alles wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zum Schluss wurden die Körbe mit den drei Artikeln versehen und fertig war das Werk.

Die Sprachen um den Fluss
Leider ist damit noch nicht die Frage geklärt, sondern nur, wie die Artikel im Deutschen entstanden sind, und dass man in Deutschland der Fluss sagt. Schauen wir uns das Genus des Flusses in anderen Sprachen an. Im alten Rom beispielsweise, im Lateinischen also, war der Fluss (flumen) neutral. Das findet man heutzutage in keiner Sprache mehr. Im Französischen sagt man genauso wie im Deutschen der Fluss (le fleuve). Demnach könnte es sein, dass in Frankreich und in Deutschland mehr männliche Flüsse zu finden sind. Machen wir dazu die Probe aufs Exempel: Die großen Flüsse Frankreichs heißen La Garonne, La Seine und La Moselle und sind somit weiblich. Bleibt nun noch in Deutschland die Hoffnung, dass die Überlegung aufgeht. Also: Die Isar, die Ruhr, die Mosel, die Oder und die Elbe, nur um einige zu nennen. Eine Lösung auf die Frage stellt es daher wieder nicht dar. Eventuell muss man auch dahin gehend argumentieren, dass es keine neutralen Flüsse gibt, weil nahezu kein Latein mehr gesprochen wird. Es wird mehr Deutsch gesprochen, dementsprechend mehr Flüsse gibt es auch, die maskulin sind. Weitaus mehr als Deutsch ist Französisch verbreitet, weshalb auch viele Flüsse feminin sind. Wem das schon als Antwort genügt, der braucht ab hier nicht mehr weiterzulesen...

Die Tiere in dem Fluss
...andernfalls liest man weiter, was als Indiz dafür gelten dürfte, dass man mit der bisherigen Lösung nicht leben kann, weshalb man kompliziertere, absurdere Denkrichtungen einschlagen muss. Kann man etwa mit der Länge eines Flusses etwas bewerkstelligen und der Lösung dieser vermeintlich unlösbaren Frage etwas näher kommen? Sind etwa lange Flüsse männlich und kurze Flüsse weiblich? Da wäre der Nil mit Längenwerten zwischen 6500 und 7200 Kilometern. Neben dem Mississippi, der stolze 3778 Kilometer misst, gibt es da noch den Missouri, der fast identische 3767 Kilometer hinlegt. Das sind alles maskuline Flüsse. Freilich stellen die ebenfalls männlichen Flüsse Rhein, Main und Po mit zwischen 500 und 1500 Kilometern Gegenbeispiele dar. Wieder kein Erfolg. Noch absurder wäre die Untersuchung auf die Fauna in den Gewässern, vielleicht auf die Anzahl der dortigen Tierarten abzielend. Im Nil haben wir zum Beispiel Nilkrokodile, Nilhechte, Nilgänse, Nil-Grasratten, Nilwarane sowie Flusspferde. An der Elbe leben mit Fischottern, Kranichen, Rotbauchunken, Laubfröschen, Wollhandkrabben, Flussbarben, Lachsen, Forellen und Konsorten ähnlich viele Tiere. Wie man merkt, kommen wir zu keinem wirklich zufrieden stellendem Ergebnis und sind genauso weit wie am Anfang. Wenn der liebe Gott damals auch noch ein festes Genus des Flusses erschaffen hätte, müsste es diesen Artikel gar nicht erst geben.

Samstag, 2. Juni 2007

Feiern bis die Luzie pfeift!

Das war ja mal eine Party.
Die Rede ist von der 40-Jahre Feier von meinem Patenonkel Heinz, der nicht namentlich genannt werden möchte.
Alle hatten Spaß, naja fast alle, ich musste den Abend als eine Art Oberkellner hantieren und der durstigen Meute von etwa 70 Mann das Bier aufmachen oder einfach die leeren Bier- und Schnapsflaschen einsammeln und in die Kiste stellen...und das vier Stunden lang.

Aber ich hatte auch Spaß an der Sache, denn ich habe nur so aus Langeweile alle Kronkorken des gesamten, langen Abends gezählt. Aber nicht nur gezählt, sondern auch Fotos davon gemacht und das immer im Stundentakt.

Als erstes um 19.30:


Dann um 20.30:


Dann um 21.30:


Dann um 22.30:


Und schließlich um 23.30, als ich auch anschließend keinen Bock mehr hatte:



Und zum Schluss gab es auch noch eine Belohnung: 20 Euro auf die Hand!

Freitag, 1. Juni 2007

Das Tier des Monats Juni

Heute Morgen klopfte der Juni an die Tür und flüsterte mir zu:“Wähl' das Tier des Monats du!“. Ich sollte Dichter werden, nicht wahr? Zurück zum Thema: Darauf dachte ich geschwind und wählte aus das Rind. Nein, Blödsinn. Das Tier des Monats Juni ist natürlich der Riemenfisch. Heutzutage dürfte man davon ausgehen, dass Seeungeheuer wie Nessie nur in den Köpfen der Seeleute existiert haben, und Wasserschlangen, die ganze Schiffe mit in die Tiefe reißen, auch eher fiktiv sind. Wie aber entstanden dann solche Phantasien? Damit beschäftigt sich die Kryptozoologie, aber auch biologisch gibt es darauf eine Antwort. Sie heißt Riemenfisch, der auch als Bandfisch bekannt ist. Aufgrund seiner enormen Körperlänge, die bis zu elf Metern messen kann, sowie der schlangenartige Körperbau lassen Bilder von menschenfressenden Ungeheuern entstehen. Das Gewicht hingegen würde man mit allem anderen als monströsen Wasserschlangen verbinden, da der Riemenfisch - der größte aller Knochenfische - im Extremfall 272 Kilogramm auf die Waage bringt. Allerdings ist der lange Knochenfisch nicht im Geringsten gefährlich, allenfalls für Plankton, woraus seine Nahrung besteht. Um den Plankton einzufangen, benutzt der Riemenfisch seine walartigen Zähne. Obwohl als seine Lebensräume der Pazifik und der Atlantik sowie der indische Ozean bekannt sind, in denen er in Tiefen zwischen 300 und 600 Metern verweilt, ist es bis heute nur wenigen bis gar keinen gelungen, ein lebendiges Exemplar zu fangen. Dementsprechend wenig ist über ihn bekannt. Wenn der Riemenfisch entdeckt wird, dann nur in Form von totem Anschwemmgut am Strand. Auffällig sind an seinem Körperbau die schwarzen Streifen und Punkte auf der ansonsten silbrig grauen Haut sowie die hochrote Rückenflosse. Überdies befinden sich am Kopf mähnenartige Ausläufer, von denen bereits Olaus Magnus in seinem Reisebericht Historia de gentibus septentrionalibus berichtet. Dieser Bericht wurde in lateinischer Sprache verfasst und erstmals 1555 in Rom gedruckt.













Diese drei Strandbesucher zogen einen toten Riemenfisch aus den Wellen.


















Ein mit dem Computer angefertigtes Bild des Riemenfisches.