Was macht man mit einem Krieger, der gerade die Welt vor einer Invasion tausender Monster gerettet hat? Richtig, man schickt ihn in das Reich der Toten, damit er einmal mehr die Menschheit vor einer Katastrophe bewahren kann. Zumindest tut man das in
Titan Quest Immortal Throne. Also habe auch ich meinen Recken in seine Kriegerrüstung gekleidet und losgeschnetzelt.
Wie im Hauptprogramm etwa Griechenland, Ägypten und der Orient die ersten drei Akte waren, ist der Hades der vierte, um den die Spielwelt erweitert wird. Dort gibt es auch wieder einige Abschnitte, die sich sowohl grafisch als auch von den Gegnertypen voneinander unterscheiden. Grafisch hebt sich auch das Addon etwas vom Hauptprogramm ab, was durch hübschere und flüssigere Effekte erreicht wird. Sie wirken jetzt nicht mehr so eckig wie vorher. Das wirkt sich unter anderem auf Zauber aus, die Sie mit ihrem Charakter wirken können. Übrigens gibt es einige neue Zauber, was an der neuen Meisterschaft "Traummagie" liegt. Diese bietet Ihnen acht neue Möglichkeiten bei der Klassenwahl und lässt den Helden neue Fähigkeiten erlernen wie zum Beispiel das Heraufbeschwören eines Alptraum-Phantoms oder das Wirken von Psi-Zaubern.
Zwei weitere Neuerungen sind der Karawanenführer und der Verzauberer. Ersterer kann Ihre Gegenstände aufbewahren und an Ihre anderen Charaktere senden, Letzterer ist dazu imstande Artefakte herzustellen, indem Sie ihm eine Formel und drei verschiedene Zutaten bringe. Das können etwa eine arkane Formel und drei Relikte sein.
Natürlich gibt es auch wieder einige neue Monster, die aber nichts Innovatives sind. Die rund 20 verschiedenen Viecher bauen zum Teil auch auf alte Gegenermodelle auf, wie beispielsweise der Erzlimos. Freilich passen die Gegner immer zu ihren jeweiligen Arrealen, wo sie versuchen, Ihnen den Weg etwas zu erschweren. Apropos Weg: Der ist nicht allzu linear, wie es noch im Hauptprogramm der Fall war. Meistens sucht man noch etwas herum oder findet Abzweigungen zu Höhlen, in denen man wiederum kleine Schätze als Belohnungen finden kann. Allerdings sind diese auch in der freien Natur zu entdecken. Darunter befinden sich dann Sachen wir Tränke, Gold oder Ausrüstung. Von diesen Gegenständen gibt es nun um die 400 neuen, die größtenteils keine anderen Fähigkeiten bieten, aber dennoch den Reiz ausmachen, weiterzusammeln.
Die Quests sind ebenfalls um ein kleines Stück interessanter und umfangreicher geworden. Nun müssen Sie teilweise auch länger umherlaufen, um die Lösung des Quests zu finden oder es ist erforderlich, einige Questgegenstände über eine längere Zeit hinweg zu sammeln, damit eine Aufgabe vom Anfang zu lösen ist.
Multiplayer-Partien sind in der Lobby nun etwas überschaubarer geworden, da man per Klick sämtliche Informationen über die dort befindlichen Spieler nebst Bild des momentanen Aussehens aller Helden bekommt. Und weil es so schön ist, einen Krieger in den Krieg mit den Untoten zu schicken, bastele ich mir bald einen Magier und mache mit ihm dasselbe wie mit jenem.