Kuriositätenkabinett

Neuigkeiten aus der Welt der Kuriositäten

Mittwoch, 20. Juni 2007

Vorsicht, Fuß hört mit

Zu Beginn dieses Artikels ist es nötig, einen Witz zu erzählen: Ein Fuß und ein Auge sitzen in einer Grube fest. Dem Auge reicht es und gibt kund:“Ich gehe jetzt, es wird mir hier zu bunt.“, worauf der Fuß nur noch zu antworten weiß:“Das will ich aber sehen.“. Zugegeben ist das kein Brüller, aber dennoch wird dieser Witz bald umgeschrieben werden müssen, und zwar muss das Auge durch ein Ohr ersetzt werden. Das klingt zunächst verwirrend. Wenn man aber weiß, dass Elefanten mit ihren Füßen hören können, wird einem einiges klarer. Laut Internetportal MSN berichten kalifornische Wissenschaftler im britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist, dass Elefantenherden dazu befähigt seien, Alarmsignale anderer Artgenossen wahrzunehmen. Elefanten seien dafür bekannt, mittels niederfrequenten Tönen über mehrere Kilometer hinweg miteinander zu kommunizieren. Weiter würden die Forscher der kalifornischen Stanford-Universität vermuten, dass sich die Töne über den Boden fortpflanzen und durch die empfindlichen Füße der Dickhäuter aufgenommen werden können. Angeblich hätten die Wissenschaftler Alarmsignale bei Angriffen von Löwen auf eine Elefantenherde in Namibia und in Kenia aufgezeichnet. Anschließend hätten sie den seismischen Teil der Töne isoliert - will heißen, sie haben die Wellen gedämpft, die bei einem Erdbeben im Boden enstehen - und die Signale einmal in Namibia in der Nähe einer Herde, die sich an einer Wasserstelle labte, und einmal in Kenia abgespielt. Wo die Rüsseltiere in Kenia hektisch einen Kreis aus ihrer Herde bildeten, in dessen Mitte der Nachwuchs Platz fand, reagierten die Elefanten in Namibia weitaus gelassener. Offenbar würden sich die Signale von namibischen Elefanten von denen ihrer Artgenossen aus Kenia unterscheiden, so die Forscher. Nach Angaben von MSN können Wissbegierige die Studie in Gänze im Journal of the Acoustical Society of America nachlesen.